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Bundesweite Razzien in linksextremer Szene

  • Suche nach Beweisen für Ermittlungen gegen Randalierer
  • Razzia in Wohnungen in acht Bundesländern angelaufen
  • Laut Polizei keine Durchsuchungen in Bremen
Polizisten einer Spezialeinheit
Der Einsatz der Sonderkommission "Schwarzer Block" hat am frühen Dienstagmorgen begonnen. Bild: DPA | Jens Büttner

Fünf Monate nach den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei Razzien in acht Bundesländern durchgeführt. Bremen war nach Angaben der Hamburger Polizei nicht dabei. Ziel sei es, weitere Beweise zu sichern, sagte ein Sprecher. Es sei eine zweistellige Anzahl von Wohnungen durchsucht worden, die der der linken Szene zugerechnet werden – in Hamburg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und in Niedersachsen.

Die Durchsuchungen erfolgten den Angaben zufolge im Zusammenhang mit Ermittlungen zu Ausschreitungen während eines Polizei-Einsatzes im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld am Rande des G20-Gipfels. Von der bundesweiten Razzia erhoffe man sich Beweise für die Ermittlungen zu diesen Vorfällen. Bundespolizisten gingen damals gegen etwa 200 Demonstranten vor, weil sie nach eigenen Angaben unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen wurden.

Unterschiedliche Darstellungen

Medien hatten nach Auswertung eines Einsatzvideos dagegen berichtet, die Beamten seien lediglich mit drei Bengalos beworfen worden. Das Hamburger Kulturzentrum "Rote Flora" sei bei dem Einsatz nicht durchsucht worden, so der Sprecher weiter. Einzelheiten zu den Razzien wollen der Präsident der Hamburger Polizei, Ralf Martin Meyer, und der Leiter der Soko "Schwarzer Block", Jan Hieber, am Mittag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 5. Dezember 2017, 8 Uhr