Kampf gegen Clan-Kriminalität: Razzia in Achim

  • Ermittlungen gegen 19 mutmaßliche Clan-Mitglieder
  • Amtsgericht Verden erlässt 19 Durchsuchungsbeschlüsse – auch für Bremen
  • 300 Polizisten bei der Razzia im Einsatz
Video vom 14. Januar 2021
Mehrere Polizisten stehen während einer Razzia vor einem Geschäftseingang.
Bild: Nordwestmedia

Mehrere Monate lang hat die Sonderkommission "Clankriminalität" der Polizei Oldenburg gegen eine türkisch-libanesische Clan-Familie ermittelt, konkret gegen 19 mutmaßliche Clan-Mitglieder im Alter zwischen 22 und 48 Jahren. Heute morgen fanden deshalb Durchsuchungen in insgesamt 19 Wohnungen und Geschäftsräumen in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen statt. Der Schwerpunkt lag dabei in Achim bei Bremen.

Bei den Ermittlungen geht es laut Sarah Rost, Pressesprecherin der Polizei Oldenburg, um illegalen Drogenhandel mit Marihuana und Kokain. Außerdem stehe der Verdacht der Geldwäsche und der Verkauf von Diebesgut im Raum – die Mitglieder des Familienclans sollen ein europaweites Netzwerk für Diebesgut aufgebaut haben. Zusätzlich würden einige Verdächtige Sozialhilfe empfangen, deshalb ermittle die Polizei auch, ob es zu einem Sozialleistungsbetrug gekommen sei.

300 Polizisten an der Razzia beteiligt

Insgesamt habe das Amtsgericht Verden 19 Durchsuchungsbeschlüsse für Räumlichkeiten in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen erlassen, so Rost. An dem Einsatz seien 300 Polizisten sowie Diensthunde beteiligt. Dabei seinen ein Auto und Vermögenswerte im fünfstelligen Bereich sichergestellt worden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 14. Januar 2021, 12 Uhr