Bilder aus der Luft: So dick war die Rauchdecke über Bremen

Beißender Geruch, schlechte Sicht auf den Straßen: Am Dienstagabend bedeckten die Rauchschwaden aus dem 130 Kilometer entfernten Meppen sogar Bremen.

Der Rauch über Bremen aus der Drohnenperspektive
Der Rauch über Bremen aus der Drohnenperspektive. Schuld an der dunklen Decke ist ein Schwelbrand in einem Moor bei Meppen, das etwa 130 Kilometer entfernt liegt.

Der Moorbrand bei Meppen sorgt in Bremen weiter für Aufregung. In der Hansestadt hatten am Dienstagabend Hunderte Menschen bei der Feuerwehr angerufen, weil sie Brandgeruch wahrnahmen. Im Raum Bremerhaven und einigen niedersächsischen Gegenden behinderte der Rauch sogar die Sicht auf den Straßen. Über der gesamten Region hing eine riesige Qualmwolke, die sogar auf Satellitenbildern aus dem Weltall zu sehen ist.

Das Feuer auf dem Gelände der Bundeswehr bei Meppen ist vor gut zwei Wochen ausgebrochen und breitet sich immer weiter aus. Mittlerweile brennt eine Fläche von mehreren Quadratkilometern und das Feuer droht auf Wälder überzugreifen. Mittlerweile sind mehr als 1.000 Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten im Moor beschäftigt, zusammengestellt aus der eigenen Feuerwehr der Bundeswehr, der Feuerwehr Osnabrück und Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus dem ganzen Nordwesten – darunter auch eine Gruppe aus Bremen-Nord.

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Laut Bremer Feuerwehr sollten Menschen, wenn sie Brandgeruch wahrnehmen, Fenster und Türen geschlossen halten. Eine Gefahr für die Gesundheit bestehe zwar nicht, es sei allerdings nicht auszuschließen, dass Menschen mit Atemwegserkrankungen oder Babys Probleme bekämen.

Entstanden war das Feuer, als Soldaten von einem Hubschrauber Raketen abfeuerten. Normalerweise hätte die Bundeswehr-Feuerwehr mit einer Löschraupe das Feuer gleich nach dem Test sofort löschen sollen. Doch die Löschraupe fiel aus und ein anderes Fahrzeug war zu der Zeit in der Werkstatt. So konnte sich der Schwelbrand ausbreiten, bis ein Löschhubschrauber einsatzbereit war. Vor acht Jahren hatte es in dem Moorgebiet schon einmal gebrannt. Damals dauerte es sechs Wochen, bis man das Feuer schließlich bewältigen konnte.

In Niedersachsen hält der Brand indes sowohl Einsatzkräfte als auch Anwohner in Atem; eine Evakuierung anliegender Dörfer sei jedoch erstmal nicht nötig, heißt es seitens der Bundeswehr. Über alle weiteren aktuellen Entwicklungen bei Meppen und in der Umgebung können Sie sich auf ndr.de informieren.

  • Jochen Duwe

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. September 2018, 6 Uhr