Ein strahlender Strahl: Radioaktiver Urin löst Großalarm in Verden aus

Eine Person leuchtet mit einer Taschenlampe auf den verschmutzten Fußboden einer öffentlichen Toilette
Auf der Toilette des Wertstoffhofs war das radioaktiv strahlende Urin messbar. (Symbolbild) Bild: Imago | Uwe Anspach
  • 130 Einsatzkräfte rücken zu Wertstoffhof in Verden aus
  • Zunächst war der angelieferte Müll in Verdacht, radioaktiv zu strahlen
  • Doch dann war klar: Ein Kunde kontaminierte das Klo

Da schlug auf der Toilette plötzlich das Strahlenmessgerät aus. Ob der Harndrang des Mitarbeiters eines Wertstoffhofs in Verden abrupt stoppte vor Schreck, ist nicht bekannt. Aber fest steht: Das Gerät hatte eine strahlende Substanz festgestellt. Und der Mitarbeiter verließ sofort die Örtlichkeiten und verständigte die Feuerwehr, wie die Feuerwehr in Verden mitteilte.

Ein Großeinsatz war die Folge, 130 Einsatzkräfte waren vor Ort, von Feuerwehr, Rettungsdienst, THW und Polzei. Die Max-Planck-Straße war in Teilen für rund zweieinhalb Stunden gesperrt.

Kunde kontaminierte mit seinem Urin das Klo

Zuerst geriet der Feuerwehr Verden zufolge der am Abend angelieferte Müll in Verdacht, radioaktiv zu strahlen. Diese Müllberge werden grundsätzlich danach kontrolliert. Aber genauere Messungen der Feuerwehr mithilfe einer Messlanze und in Strahlungsschutzkleidung bestätigten den Verdacht nicht.

Im Laufe des Einsatzes stellt sich schließlich heraus, dass ein Kunde der Firma am Morgen Kontrastmittel von seinem Arzt gespritzt bekommen und dieses beim Pinkeln ausgeschieden hatte. Der Mitarbeiter, der anschließend auf die Toilette ging, hatte sein Messgerät, das auf dem Wertstoffhof routinemäßig eingesetzt wird, noch eingeschaltet, es schlug aus und der Rest ist Geschichte.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 24. September 2021, 23:30 Uhr