Bremerhaven lieferte tagelang falsche Corona-Zahlen

  • Neue Software bereitete Probleme
  • Übertragung der Zahlen funktionierte nicht einwandfrei
  • Inzidenzwerte waren deutlich höher als gemeldet
Teströhren mit Covid 19-Proben (Symbolbild)
Die positiven Corona-Fälle aus Bremerhaven sind mehrere Tage lang nicht richtig übermittelt worden. (Symbolbild) Bild: Reuters | Jennifer Lorenzini

In Bremerhaven hat es erhebliche Probleme bei der Auswertung von Corona-Fällen gegeben. Bei der Übertragung von Daten in neue Computersoftware ist es laut Stadt über Tage hinweg zu Fehlern gekommen. Es habe technische Probleme gegeben, aber auch Übertragungsfehler von Excel-Dateien in die Systeme, sagte ein Sprecher der Stadt zu buten un binnen. Das sei ein ziemliches Chaos gewesen. Dadurch konnte das Bremerhavener Gesundheitsamt am Montag auch keine Zahlen nach Bremen melden. Inzwischen habe man die Daten aber aufgearbeitet.

Die Übertragungsfehler wirkten sich auch auf die Inzidenzzahlen aus. An mehreren Tagen seien laut Stadt erhebliche Differenzen bei den Werten entstanden. Statt einer Inzidenz von 67,9 am Montag lag die tatsächliche Inzidenz bei 103,6. Hauptgrund für die deutlich angestiegene 7-Tages-Inzidenz sind laut Stadt die vermehrten Corona-Fälle in Alten- und Pflegeheimen sowie bei mehreren Tiefkühlkost-Unternehmen im Fischereihafen. Neben Frosta gibt es laut Magistrat nun auch einen größeren Ausbruch bei der Deutschen See.

Rückblick: Keine Impf-Kooperation zwischen Bremerhaven und dem Umland

Video vom 29. Januar 2021
Ein Plakat vom Corona-Impfzentrum Bremerhaven.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 2. Februar 2021, 12 Uhr