"Letzte Frist": Bremer Polizei warnt vor E-Mail-Betrügern

  • Betrüger versenden per Mail angeblich nicht bezahlten Strafbefehl
  • Die Unbekannten fordern Empfänger auf, Haft anzutreten
  • Polizei rät, E-Mails mit unklaren Zahlungsaufforderungen zu ignorieren
Eine Computer-Tastatur mit einem Brief auf einer der Tasten
Die Polizei warnt: E-Mails mit Zahlungsaufforderungen sollte man im Zweifel ignorieren. Bild: DPA | Markus Gann

Die Polizei Bremen führt derzeit mehrere Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Abmahnbetruges durch. Die Ermittler warnen nun vor den Betrügern.

Den Angaben zufolge läuft die Masche folgendermaßen: Falsche Anwaltskanzleien für IT-Recht verschicken per E-Mail einen angeblich nicht bezahlten Strafbefehl. Dabei geht es um 400 Euro plus 75 Euro Gebühren. Weil die Summe nicht bezahlt worden sei, wird der Empfänger in der Mail dazu aufgefordert, am nächsten Tag die Haft anzutreten oder sich mit der Kanzlei telefonisch in Verbindung zu setzen.

Zwar waren die genannten Anwaltkanzleien laut Polizei erfunden, allerdings seien die Betrüger unter den angegebenen Telefonnummern tatsächlich erreichbar gewesen. In den Gesprächen versuchten die Unbekannten dann Geld von den Betroffenen zu bekommen.

Betrüger kennen Personalien der Empfänger

Besonders perfide: In den Mails war die Kopie eines Briefes angehängt, der den Opfern angeblich zuvor zugestellt worden war. Die aufgeführten Personalien stimmten meistens. In der Betreffzeile stand "Letzte Frist".

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Die Ermittler raten dazu, E-Mails immer sorgfältig zu prüfen und unbekannte Absender im Zweifel zu ignorieren. Zudem würden Strafbefehle in Deutschland immer förmlich zugestellt, nicht per Mail.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 12. Juli 2019, 23:30 Uhr