Polizeikessel nach Werder-Spiel: 220 Fans wurden kontrolliert

  • Hintergrund der Kontrolle: Attacke von Werder Ultras auf Polizisten nach dem Pokalspiel
  • Von 179 Fans aus der Ultraszene wurden die Personalien festgestellt
  • Laut Polizei konnten mehrere Tatverdächtige identifiziert werden
Polizisten in einer Reihe am Straßenrand
Die Polizei stellte nach dem Werder Spiel gegen Augsburg im Bremer Viertel die Identität von insgesamt 179 Leuten fest. Der Einsatz dauerte bis spät in den Sonntagabend.

Die Polizei hat am Sonntagabend rund 220 Werder-Fans eingekesselt, um ihre Identitäten festzustellen. Hintergrund des Einsatzes in Peterswerder in der Nähe des Weser-Stadions war nach Angaben der Polizei der Angriff einer Gruppe von Werder-Ultras auf Polizisten nach dem Pokalspiel von Werder Bremen gegen Atlas Delmenhorst vor drei Wochen.

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Der Einsatz begann gegen 18 Uhr und wurde erst gegen 22 Uhr beendet. Direkt am Anfang durften bereits alle Frauen gehen, genauso wie die Personen, die als unbeteiligt galten. Die eingekesselten Personen wurden mit Getränken versorgt. Auch Toiletten wurden bereitgestellt. Bei 179 Personen wurden dann schließlich die Personalien festgestellt. Nach Angaben der Polizei konnten mehrere Tatverdächtige identifiziert werden.

Vier Polizisten bei Ausschreitung nach Pokalspiel verletzt

Nach dem Pokalspiel von Werder Bremen gegen Atlas Delmenhorst am 10. August hatten Werder-Ultras Polizisten angegriffen. Ein Mann habe einen Polizisten so gegen den Kopf getreten, dass der Beamte aufgrund seiner Kopfverletzungen nicht mehr im Dienst bleiben konnte. Als die Polizei den Fan festnehmen wollte, wurden die Beamten den Angaben zufolge mit Steinen beworfen und mit Stangen attackiert. Ein Stein habe eine Polizistin im Nacken getroffen und leicht verletzt. Insgesamt wurden bei der Attacke vier Polizisten verletzt.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. September 2019, 19:30 Uhr