Fensterscheiben bei Polizeigewerkschaft in Bremen eingeschlagen

  • Unbekannte haben alle Fenster der GdP-Geschäftsstelle in der City eingeschlagen
  • Außerdem wurde eine Hauswand mit einem polizei-kritischen Spruch besprüht
  • Die Polizei prüft einen politisch motivierten Hintergrund
Eine beschädigte Glasscheine
Bei der Attacke ist ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden. Bild: Radio Bremen | Jens Otto

Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Donnerstag sämtliche Fenster der Geschäftsstelle der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Bürgermeister-Smit-Straße in Bremen-Mitte eingeschlagen. Außerdem sprühten sie auf eine gegenüberliegende Hauswand mit schwarzer Farbe den Spruch "Polizei nicht reformierbar" und ein Anarchiezeichen. Zeugen sahen laut Polizei gegen 2 Uhr mehrere vermummte Personen auf Fahrrädern flüchten. Die Polizei prüft nun, ob die Attacke politisch motiviert ist.

Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) verurteilte die Tat. In der Diskussion über Rassismus in der Polizeiarbeit seien Polizei und Innenbehörde jederzeit bereit, sich mit Kritik und Sachargumenten auseinanderzusetzen. "Zertrümmerte Fensterscheiben und platte Vergleiche zu brutalen Polizeimethoden in den USA bringen die Debatte aber keinen Millimeter voran", sagte Mäurer. "Die Bremer Polizistinnen und Polizisten werden in die Rolle von Mittätern gedrängt, in die sie nicht gehören."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. Juni 2020, 19:30 Uhr