Verdacht auf versuchten Mord: Bremer Pfleger weiter in U-Haft

  • Staatsanwaltschaft ermittelt seit Mitte April
  • Der Mann soll einer Frau unnötige Medikamente gegeben haben
  • Anschließend soll der Mann sein Opfer reanimiert haben
Eine Spritze wird gesetzt.
Unnötige Medikamente soll ein Bremer Pfleger einer Frau verabreicht haben.

Der Bremer Krankenpfleger, der Mitte April gestanden hatte, einer Pflegebedürftigen in einem Heim absichtlich unnötige Medikamente gegeben zu haben, sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. Das bestätigte die Pressesprecherin der Bremer Staatsanwaltschaft, Claudia Kück, buten un binnen auf Nachfrage. Ihren Angaben zufolge werde nach wie vor ermittelt, wo der Beschuldigte noch gearbeitet hat, und ob es zu weiteren Straftaten gekommen ist.

Der festgenommene Bremer Krankenpfleger hatte gestanden, einer Pflegebedürftigen in einem Heim absichtlich unnötige Medikamente gegeben zu haben und anschließend Rettungsmaßnahmen eingeleitet zu haben.

Pfleger arbeitete in Pflegezentrum Am Doventor

Das 75-jährige Opfer war nach der Tat Ende März ins Krankenhaus gekommen und musste auf einer Intensivstation behandelt werden. Ärzte äußerten den Verdacht, dass die Frau Arzneimittel ohne medizinische Notwendigkeit bekommen habe. Ermittlungen der Bremer Polizei führten schließlich zu dem 39-Jährigen.

Der Mann arbeitete seit Mitte Januar als Festangestellter im diakonischen Pflegezentrum Am Doventor in der Bremer Innenstadt. Zuvor soll er nach eigenen Angaben über eine Zeitarbeitsfirma in rund 35 Bremer Einrichtungen eingesetzt worden sein.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 13. Juni 2019, 23:30 Uhr