Millionenauftrag von der ESA: Bremer OHB baut zwei Klima-Satelliten

  • ESA und OHB unterzeichnen Verträge
  • Bremer sind Hauptauftragnehmer der CO2M-Mission
  • Gesamtwert des Auftrags beträgt 445 Millionen Euro
Ein Satellit im Weltall, im Hintergrund die Erde.
Ein Satellit des Copernicus-Programms. Zwei weitere werden bald in Bremen gebaut. Bild: ESA | ATG medialab

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB wird zwei Satelliten für die CO2M-Erdbeobachtungsmission der Europäischen Weltraumorganisation ESA bauen. Am heutigen Freitag wurden die Verträge unterzeichnet. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich laut OHB auf 445 Millionen Euro. "Die Aufgabe, die CO2M-Mission als Hauptauftragnehmer umzusetzen, macht mich sehr stolz", sagte Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des OHB-Konzerns.

Die Mission ist laut OHB ein Teil des europäischen Copernicus-Programms, bei dem weltweit CO2-Emissionen gemessen und überwacht werden sollen. Die von Messeinrichtungen an Land, zu Wasser, in der Luft und im Weltraum gesammelten Daten dienen demnach in erster Linie der Überwachung von Umwelt und Klima, helfen laut OHB aber auch bei der Bewältigung von Naturkatastrophen und liefern Antworten in Bezug auf sicherheitsrelevante Fragen.

An der Frage, wie sich in den kommenden Jahrzehnten der Anteil von
Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre entwickeln wird, wird sich auch das Schicksal der Weltklimas entscheiden.

Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender des OHB-Konzerns

Copernicus ist neben Galileo das zweite große europäische Raumfahrtprogramm. Finanziert wird es von der Europäischen Union und der ESA. Der Start der CO2M-Mission ist OHB zufolge für Ende 2025 geplant.

Satelliten aus Bremen: Raumfahrtkonzern OHB zieht positive Bilanz

Video vom 18. März 2020
Zwei Mitarbeiter von OHB sitzen mit Schutzkleidung vor Rechnern
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 31. Juli 2020, 18 Uhr