Mordanklage: Bremerin soll Freund misshandelt haben – 24-Jähriger tot

  • Staatsanwaltschaft: Frau fügte ihrem Freund Schnittwunden zu
  • 24-Jähriger verblutete in der gemeinsamen Wohnung
  • 20-Jährige alarmierte selbst die Feuerwehr
Eine Angeklagte hält sich in einem Gerichtssaal eine weiße Mappe vor das Gesicht.
Die 24 Jahre alte Angeklagte ist derzeit in der forensischen Abteilung des Klinikums Bremen-Ost untergebracht. Bild: Radio Bremen | Jens Otto

Vor dem Landgericht Bremen hat der Mordprozess gegen eine 20-Jährige begonnen. Sie soll im vergangenen Januar ihren Lebensgefährten getötet haben. Zu Beginn der Verhandlung wurde die Öffentlichkeit von dem Prozess ausgeschlossen.

Der Angeklagten droht eine Verurteilung wegen Mordes, allerdings nach dem Jugendstrafrecht. Das Gericht stellt den Schutz ihrer Persönlichkeit über das Interesse der Öffentlichkeit. Im Prozess werden voraussichtlich intimste Details des Lebens der mutmaßlichen Täterin mit ihrem Opfer zur Sprache kommen, sagte ein Gerichtssprecher. Die Angeklagte soll ihren 24-jährigen Freund schwer misshandelt und letzten Endes getötet haben.

Das Opfer war in der gemeinsamen Wohnung in Bremen-Huchting mit tiefen Schnittwunden gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft spricht von einem "scharfkantigen Gegenstand" als Tatwaffe. Aktuell ist die Angeklagte, die in Handschellen in den Gerichtssaal gebracht wurde, in der forensischen Abteilung des Klinikums Bremen-Ost untergebracht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 10. Juli 2020, 12 Uhr