"Schäbiges Verhalten": Kritik an Lebensmittelkonzern Mondelez

  • Konzern will in Bremen 70 Stellen abbauen
  • Als Grund gibt Mondelez auch die Corona-Pandemie an
  • Gewerkschaft NGG hält das für vorgeschoben
Video vom 28. Januar 2021
Vier Fahnen in lila und weiß mit der Aufschrift und dem Logo "Mondelez international/Snacking made right" darauf.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Der Lebensmittelkonzern Mondelez baut in seiner Bremer Deutschlandzentrale rund 70 Stellen ab. Der Konzern wolle sich künftig mehr aufs Kerngeschäft konzentrieren. Konkret wird Mondelez zwei Abteilungen zusammenlegen. Für den Standort in Bremen bedeutet das, dass voraussichtlich 50 Menschen aus der Zentrale und etwa 20 aus dem Vertrieb entlassen werden.

Durch die Covid19-Pandemie müssen wir, wie viele andere, mit einer neuen Realität und neuen Herausforderungen umgehen.

Mondelez Deutschland

Für den Gewerkschafter Dieter Nickel ist die Pandemie als Grund nur vorgeschoben. Der Konzern habe überhaupt nicht unter der Corona-Krise gelitten, so der Gewerkschafter.

Wir finden, dass es einfach nur ein schäbiges Verhalten ist, auf der einen Seite im Jahr 2019 und 2020 Rekordgewinne einzufahren, und auf der anderen Seite Leute vor die Tür zu setzen, um noch mehr Gewinn zu machen.

Dieter Nickel, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

Tatsächlich hat Mondelez im vergangenen Jahr seine Umsätze gesteigert. Analysten gehen zudem von deutlichen Gewinnen im letzten Geschäftsjahr aus.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Januar 2021, 19:30 Uhr