Bremer Ordnungsdienst ist nun mit 22 Mitarbeitern unterwegs

  • Der Ordnungsdienst hat mittlerweile 22 Mitarbeiter
  • Ordnungshüter sollen gegen Wildpinkler und illegal entsorgten Müll vorgehen
  • Gewerkschaft der Polizei fordert allerdings eine intensivere Ausbildung
Der Ordnungsdienst in Sebaldsbrück verteilt gelbe Karten gegen Müllsünder.

Wildpinkler und Papierkorbmuffel müssen sich in Bremen warm anziehen. Denn der neue "Allgemeine Ordnungsdienst" der Hansestadt schaut seit Anfang Oktober bei derlei Fehlverhalten ganz genau hin. Die Belegschaft ist mittlerweile auf 22 Mitarbeiter angewachsen. Die Gewerkschaft der Polizei sieht in dem Dienst eine mögliche Ergänzung, fordert aber eine intensivere Ausbildung und auch die Einrichtung eines Funkkontaktes zur Polizei.

Für Lüder Fasche von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bremen kann der uniformierte Ordnungsdienst eine sinnvolle Ergänzung sein. Ordnungswidrigkeiten seien von seinen Polizei-Kollegen wegen des großen Personalmangels schon gar nicht mehr beachtet worden. "Da ist faktisch schon seit Jahren kein Polizeivollzugsbeamter mehr eingeschritten." Der Ordnungsdienst übernehme Aufgaben, die früher der Schutzmann um die Ecke erledigt habe. Allerdings müsse die Ausbildung intensiviert werden: "Hospitieren und über die Schulter schauen ersetzt keine praktische Erfahrung."

Seit Juni wurden in Bremen Mitarbeiter für den neuen Ordnungsdienst ausgebildet. Elf hatten im Oktober ihren Dienst angetreten, elf weitere nun am 1. Dezember.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. Dezember 2018, 19:30 Uhr