Bremerhavener Lloyd-Werft übergibt geheimnisvolle Luxusyacht

Die Jacht Solaris schippert durch ein Meer.
Die Planungen und Bauarbeiten für die neue Luxusjacht dauerten mehrere Jahre. Bild: Lloyd-Werft Bremerhaven
  • Luxusyacht "Solaris" ist ein 140 Meter lang
  • Lloyd-Werft nennt nicht den Auftraggeber der Yacht
  • Erstmals wurden laut Werft über 2.000 Quadratmeter Glas verbaut

Die angeschlagene Lloyd-Werft in Bremerhaven hat am Donnerstag ihren letzten Großauftrag, die geheimnisvolle Luxusyacht "Solaris", ausgeliefert. Das teilte die Werft mit, ohne den Namen des Auftraggebers zu nennen. Allerdings gilt es als sehr sicher, dass es sich dabei um den russischen Oligarchen Abramowitsch handelt. 500 Millionen Euro soll er in den Bau der Yacht investiert haben.

Bei dem weißgrauen, 140 Meter langen Schiff seien "zum Teil sehr individuelle, noch nie da gewesene Anforderungen im Yachtbau umgesetzt" worden, sagte Verkaufsleiter Friedrich Norden. Noch nie seien in einer Yacht mehr als 2.000 Quadratmeter Glasfenster verbaut worden. Acht Motoren machen die Luxusyacht 18 Knoten (33,3 Stundenkilometer) schnell.

Die "Solaris" ist in vielerlei Hinsicht ein Meisterstück. Hier wurden zum Teil sehr individuelle noch nie dagewesene Anforderungen im Yachtbau umgesetzt.

Friedrich Norden, Verkaufsleiter Lloyd-Werft

Nach mehrjähriger Bauzeit war die Einhausung um die Yacht Ende Februar entfernt worden, so dass ihre schnittigen Linien erstmals sichtbar wurden. Die Lloyd-Werft gehört zu den klammen MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern, die wiederum dem Genting-Konzern in Hongkong gehören. Der Betrieb mit 300 Arbeitsplätzen soll zum Jahresende geschlossen werden, wenn sich kein Käufer findet.

Megayacht "Solaris" bricht zu geheimer Testfahrt in Bremerhaven auf

Video vom 24. März 2021
Eine Yacht liegt in Bremerhaven
Bild: TeleNewsNetwork
Bild: TeleNewsNetwork

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. Mai 2021, 19:30 Uhr