Krankheitswelle: Kreißsaal im Bremer St. Joseph-Stift wird geschlossen

  • Es könne keine gewissenhafte Geburtshilfe gewährleistet werden
  • Schwangere sollen in andere Kliniken ausweichen
  • Montagmorgen soll der Kreißsaal wieder öffnen
Ein Neugeborenes Mädchen wird getragen.
Bis Montag bleibt der Kreißsaal im St. Joseph-Stift geschlossen. Bild: Imago | Westend61

Wegen zu vieler kranker Hebammen wird der Kreißsaal im Bremer St. Joseph-Stift ab Freitagmittag (13 Uhr) geschlossen. Montagmorgen um 6 Uhr soll er wieder geöffnet werden. Eine Sprecherin sagte, dass nicht dauerhaft zwei Hebammen vor Ort sein könnten, daher könne man keine gewissenhafte Geburtshilfe garantieren.

Eine Hebamme wird auch über das Wochenende im St. Joseph-Stift sein. Diese sei aber jedoch nur für Notfälle vor Ort, in denen die Schwangeren nicht noch in ein anderes Krankenhaus geschickt werden können. "Eine solche Minimalbesetzung ist zu wenig, um eine verantwortungsvolle Geburtshilfe leisten zu können", sagte Geschäftsführer Torsten Jarchow. "Von daher sahen wir uns zu diesem Schritt bedauerlicherweise gezwungen." Wer am Wochenende ein Kind erwartet, soll in das Klinikum Links der Weser, das Klinikum Bremen-Nord oder das Diako-Krankenhaus ausweichen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. Oktober 2019, 19 Uhr