Kollision im Südhafen von Helgoland: Anlegemanöver misslingt

  • Fähre "Helgoland" ist beim Anlegemanöver abgetrieben
  • Seenotretter versuchten noch zu helfen
  • Keine Verletzten unter den 78 Menschen an Bord
Ein Schiff der DGzRS eilt der Helgoland zur Hilfe.
Ein Tochterschiff der DGzRS versucht, der Fähre "Helgoland" zu helfen. Bild: DGzRS | Die Seenotretter

Beim Anlegen ist am Sonntag eine Fähre im Südhafen von Helgoland mit einer Kaje, einem Steg und zwei Segelyachten zusammengestoßen. Alle 78 Menschen an Bord der "Helgoland" blieben nach Angaben der Wasserschutzpolizei unverletzt.

Das Schiff lief planmäßig um 12:50 Uhr ein und wollte wie gewohnt im Hafen drehen, um seinen Liegeplatz zu erreichen. Während des Drehmanövers fiel das Bugstrahlruder aus. Das Schiff wurde vom Wind erfasst und in Richtung der gegenüberliegenden Pier gedrückt.

Seenotretter eilten zur Hilfe

Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede" erkannte die Gefahr früh. Die Retter ließen ihr Tochterschiff zu Wasser und versuchten, die Kollision noch zu verhindern. "Um uns nicht selbst in Gefahr zu bringen, mussten wir diesen Versuch aber schon nach wenigen Augenblicken abbrechen", berichtet Jörg Rabe, Vormann des Kreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Die Fähre trieb erst gegen einen Steg, an dem zwei Segelboote festgemacht waren, und kollidierte schließlich mit dem Heck mit der Ostkaje des Hafens. Es gab keine Verletzten, aber die beteiligten Schiffe wurde beschädigt.

Anschließend wurde die "Helgoland" sicher festgemacht, sodass die Passagiere aussteigen konnten. Nach Angaben der Polizei darf die Fähre weiterfahren, da keine sicherheitsrelevanten Einrichtungen am Schiff beschädigt wurden. Die Fähre ist zwischen Helgoland und Cuxhaven im Einsatz.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 31. Dezember 2017, 19 Uhr