Karstadt will Öffnung in Bremen gerichtlich durchsetzen

  • Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will Öffnung gerichtlich durchsetzen
  • Eilantrag ist am Bremer Oberverwaltungsgericht eingegangen
  • Karstadt Kaufhof hat Kurzarbeit eingeführt und bemüht sich um Staatshilfen
Karstadt hat geschlossen
Das Kaufhaus soll nach Willen des Konzerns wieder öffnen. Nun muss das OVG entscheiden.

Der schwer angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof geht gerichtlich gegen die Schließung seiner Kaufhäuser in der Corona-Krise vor. Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bremen und in Münster gingen am Freitag entsprechende Eilverfahren gegen die Coronaschutzverordnung ein. Mit Entscheidungen in dieser Woche ist nicht zu rechnen.

Die erzwungenen Schließungen der Kaufhäuser zur Eindämmung der Corona-Pandemie seien "ein gravierender Einschnitt für das Tagesgeschäft und sämtliche Umsätze des Unternehmens", erklärte Karstadt Kaufhof auf seiner Website. Der Warenhauskonzern bereitet gerade seine Sanierung in einem sogenannten Schutzschirmverfahren vor, das er Anfang April beim zuständigen Amtsgericht in Essen beantragt hatte. Ziel dieser Sanierung unter der Verantwortung der Geschäftsführung ist laut Unternehmen, "unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern eine nachhaltige Perspektive zu bieten".

Zuvor hatte sich Karstadt Kaufhof in der Corona-Krise bereits um Staatshilfen bemüht und Kurzarbeit eingeführt. Medienberichten zufolge will der Konzern, der dem Österreicher René Benko und seiner Holdinggesellschaft Signa gehört, außerdem bis mindestens Juni keine Miete für seine Kaufhäuser zahlen.

Diese Folgen haben die Corona-Lockerungen für den Bremer Einzelhandel

Video vom 16. April 2020
Die Shopping-Meile in der Bremer Innenstadt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. April 2020, 19:30 Uhr