Exklusiv

Häftling soll beim Freigang JVA-Mitarbeiterin gestalkt haben

Wie kam er an die Adresse der gestalkten Frau? Der verurteilte Vergewaltiger soll ein Verhältnis mit einer anderen Angestellten der JVA Oslebshausen gehabt haben.

Ein Gitterfenster von außen eines Insaßen der JVA Bremen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in dieser brisanten Geschichte. Der Fall liegt bereits Monate zurück. Damals war der Beschuldigte – ein verurteilter Vergewaltiger – noch in der Justizvollzugsanstalt in Oslebshausen inhaftiert. Er hatte Freigang, als sich der mutmaßliche Stalking-Vorfall ereignete.

Als die Frau den Vorfall meldete, fing die zuständige Staatsanwaltschaft an zu ermitteln. Woher könnte der Mann die Adresse der möglicherweise gestalkten Frau gehabt haben? Nach weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft steht nun ein schlimmer Verdacht im Raum.

In der sozialtherapeutischen Abteilung der Haftanstalt soll eine weitere JVA-Angestellte eine sexuelle Beziehung mit dem beschuldigten Sexualstraftäter geführt haben. Das könnte mit dem Stalking-Fall zu tun haben.

Eine Aufnahme eines Schildes der Staatsanwaltschaft Bremen.
Die Staatsanwaltschaft will sich zu dem Fall nicht äußern.

Während dieser Beziehung soll der Mann die Gelegenheit dazu genutzt haben, um an persönliche Daten der Kollegen seiner Geliebten zu gelangen. Möglicherweise, indem er in ihrem Handy herumstöberte. In JVA-Kreisen kursiert die Vermutung, dass er so auch an die Daten der mutmaßlich gestalkten Frau gekommen ist. Die Geliebte des Häftlings wurde inzwischen suspendiert und arbeitet nicht mehr in der JVA.

Ein offizielles Statement zu dem komplizierten und heiklen Fall wollten die Staatsanwaltschaft, das Justizressort und die Anstaltsleitung gegenüber buten un binnen nicht abgeben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern an.

  • Hauke Hirsinger

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 20. Juli 2018, 19:30 Uhr