Infografik

Bremen kann trotz Lieferengpässen weiter gegen Corona impfen

  • Hersteller Biontech/Pfizer verringert Lieferungen
  • Impfplan in Niedersachsen eingeschränkt
  • Bremen rechnet kaum mit Verzögerungen
Eine Hand entnimmt eine Ampulle Impfstoff gegen das Coronavirus aus einer Verpackung.
Bremen bekommt ohnehin so wenig Corona-Impfstoff, dass die Lieferungen nicht weiter reduziert werden können. Bild: DPA | Waltraud Grubitzsch

Die verringerte Lieferung von Corona-Impfstoffen des Herstellers Biontech/Pfizer wirkt sich nicht wie befürchtet auf Bremens Impfplan aus. Laut Gesundheitsressort kommt es kaum zu Verzögerungen. Den Angaben zufolge kann der Plan ab morgen wieder eingehalten werden, da dafür genügend Dosen ankommen.

Bremen bekommt jede Woche die Minimaldosis, sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts zu buten un binnen. "Wir bekommen quasi eine Box mit Impfstoff. Weniger als eine Box geht nicht. Deswegen werden wir in den kommenden Wochen auch genau die Liefermenge bekommen, die wir in den vergangenen Wochen auch bekommen haben." Die Reduzierung betreffe nur andere Bundesländer.

So viele Menschen sind in Bremen und Bremerhaven geimpft

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Deshalb könnten laut Fuhrmann wahrscheinlich am Mittwoch die Impf-Einladungen an über 80-Jährige verschickt werden, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben. Das gelte für Bremen und Bremerhaven. "Wir werden die Einladungen ein wenig staffeln müssen, um auch für Entzerrung zu sorgen. Deswegen werden nicht alle über 80 Jährigen sofort eingeladen", sagte Fuhrmann. "Wir werden hier auch nach Alter staffeln."

Niedersachsen rechnet mit drastischen Auswirkungen

Allerdings hat der Lieferengpass Folgen für die Impfkampagne in Niedersachsen. Dort wird es nach Aussage der Leiterin des Corona-Krisenstabes, Claudia Schröder, zu Verzögerungen kommen. Schon in der kommenden Woche gibt es drastische Einbrüche.

Laut Schröder werde statt der angekündigten 63.000 Impfdosen nur gut die Hälfte nach Niedersachsen geliefert. Das bedeutet, dass nur wenige der rund 50 Impfzentren wie ursprünglich angekündigt Menschen über 80 Jahre immunisieren könnten. Dennoch solle die Terminvergabe für Impfungen ab Februar Ende des Monats geschaltet werden. Hintergrund für die Verknappung des Impfstoffes ist der Umbau in einem Pfizer-Werk in Belgien.

Impfstoffmangel in Bremen bringt Pläne durcheinander

Video vom 15. Januar 2021
Eine Hand im blauen Ärztehandschuh hält eine Impfnadel.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 19. Januar 2021, 16 Uhr