Bremer Behörden sehen noch keinen Trend zu gefälschten Impfnachweisen

Bremer Behörden sehen noch keinen Trend zu gefälschten Impfnachweisen

Audio vom 21. Oktober 2021
Impfpässe mit WHO-Logo liegen auf einem Tisch.
Bild: DPA | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress
Bild: DPA | Christoph Hardt/Geisler-Fotopress
  • In Bremen bislang nur ein gefälschter Corona-Impfnachweis
  • In Bremerhaven zwei Blanko-Totalfälschungen
  • Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Urkundenfälschung

Im Land Bremen registrieren die Behörden bisher keinen auffälligen Trend zur Fälschung von Corona-Impfnachweisen. Aktuell bearbeitet die Polizei Bremen nach eigenen Angaben sechs entsprechende Strafanzeigen. In Bremerhaven sind der Nachrichtenagentur dpa zufolge zwei Blanko-Totalfälschungen sichergestellt worden, in anderen Fällen bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung im Zusammenhang mit unsachgemäß ausgeführten Impfungen: "Hierzu dauern die Ermittlungen noch an."

Künftig sei eine Zunahme von Fälschungen nicht auszuschließen, wenn Zugänge nur für Corona-Geimpfte und -Genesene – die sogenannte 2G-Regel – erlaubt würden, hieß es. Jede Fälschung werde konsequent verfolgt und bestraft. Zwar gebe es noch keine abgeschlossenen Verfahren. Aber ganz allgemein sei bei Urkundenfälschung mit einer bis zu fünfjährigen Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe zu rechnen.

Hinweise auf Handel mit gefälschten Impfausweisen

Bei einem Bremer Fall wurde den Angaben zufolge bei der Einreise nach Deutschland ein Impfausweis mit einer nicht existenten Chargennummer des angeblich verabreichten Vakzins vorgelegt. Im Impfausweis sei der Stempel des Impfzentrums Bremen zu sehen gewesen.

Zur Frage, ob es Hinweise auf einen organisierten Betrug oder einen Handel mit gefälschten Zertifikaten gebe, antwortete das Innenressort, bei der Polizei Bremen seien mehrere Hinweise auf den Handel mit gefälschten Impfausweisen im Internet eingegangen. Konkret Beschuldigte seien noch nicht ermittelt. Es sei auch unklar, ob Bremen überhaupt betroffen sei. So gehe es auch bei den in Bremerhaven sichergestellten Fälschungen um Bestellungen aus dem überörtlichen Bereich.

Dennoch mahnt die Polizei Bremen zur Vorsicht. Man solle keine Bilder von Impfausweisen in den sozialen Medien teilen. "Betrüger könnten anhand solcher Bilder gefälschte Impfausweise anfertigen", erklärt ein Polizeisprecher. Auch fordert die Polizei die Bevölkerung auf, Angebote oder Anzeigen von gefälschten Impfausweisen der Polizei und dem Netzwerkbetreiber zu melden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 21. Oktober 2021, 12 Uhr