Razzia gegen mutmaßlichen Schleuser in Bremerhaven

  • Die Bundespolizei durchsuchte vier Wohnungen
  • Ein 32-Jähriger soll Ausländer nach Deutschland geschleust haben
  • Der Tatverdächtige will sich bislang nicht äußern
Ein Bundespolizist durchsucht einen Badezimmer-Schrank

Im Stadtzentrum von Bremerhaven hat es am Morgen eine Razzia gegen einen mutmaßlichen Schleuser gegeben. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, richtete sich die Aktion gegen einen 32-jährigen Syrer, der Ausländer von Griechenland nach Deutschland geschleust haben soll. Beamte der Bundespolizei durchsuchten am Morgen zeitgleich seine sowie drei weitere Wohnungen.

Dabei wurden Beweise wie Ausweise, Bargeld und Computer sichergestellt. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich bei dem Mann um einen Einzeltäter handelt. Die sichergestellten Gegenstände könnten aber noch Hinweise auf Verbindungen des Syrers geben.

Vorwurf: Vier Landsleute nach Deutschland geschleust

Die Bundespolizei wurde auf den Tatverdächtigen, der selbst Asylbewerber sein soll, durch Hinweise von Grenzpolizisten an griechischen Flughäfen aufmerksam. Konkret soll der Mann im vergangenen Herbst vier Landsleute von Griechenland nach Deutschland geschleust haben. Dafür soll er ihnen Ausweise von anderen Syrern überlassen haben, die in Bremerhaven leben. Gegen die wird nun auch ermittelt.

Der Tatverdächtige hat einen festen Wohnsitz in Bremerhaven und bleibt nach Polizeiangaben vorerst auf freiem Fuß. Wegen seines festen Wohnsitzes, bestehe keine Fluchtgefahr, sagte ein Polizeisprecher. Der Verdächtige selbst wurde in seiner Wohnung angetroffen. Er will sich zu den Vorwürfen bislang nicht äußern. Die Bundespolizei war mit insgesamt 40 Polizisten vor Ort.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 11. Juli 2018, 8 Uhr