Hafen in Bremerhaven soll emissionsfrei werden

  • Der Hafen gehört nun zum weltweiten Bündnis "Getting to Zero“
  • Die Teilnehmer wollen emissionsfreie Schiffe in Betrieb nehmen
  • Bereits in zwei Jahren soll die Infrastruktur im Hafen CO2-neutral laufen
Der qualmende Schornstein eines Schiffes.
Der Hafen in Bremerhaven gehört nun zur weltweiten Initiative "Getting to Zero“. Schiffe sollen künftig ihre Motoren im Hafen abschalten können. Bild: DPA | Andrea Warnecke

Der Hafen in Bremerhaven soll klimafreundlicher werden. Deswegen gehört er nun zur "Getting to Zero“-Koalition. Das teilte Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) am Mittwoch mit. Das Bündnis besteht aus weltweit 120 Unternehmen aus der maritimen Branche und verschiedenen Regierungsorganisationen. Bis 2030 wollen die Teilnehmer vor allem emissionsfreie Schiffe in Betrieb nehmen. Schon bis 2023 soll zudem die komplette Infrastruktur im Hafen CO2-neutral laufen. "Unser Ziel muss es sein, den Hafen perspektivisch komplett klimaneutral zu betreiben", so Schilling.

Es sollen für die verschiedensten Bereiche CO2-arme oder ganz neutralen Lösungen gefunden werden, erklärte die Häfensenatorin. So wurde beispielsweise im Juni vom Senat der Bau von Landstromanlagen für die See- sowie die Binnenschifffahrt beschlossen. So sollen künftig mehr Schiffe ihre Motoren ausstellen können, um die Luft nicht mit Schadstoffen zu belasten. Binnenschiffe müssen die Stromanschlüsse in Zukunft verpflichtend nutzen. Ein weiteres Beispiel sei die Bremerhavener Weserfähre, die gerade Erfahrungen mit dem Einsatz von emissionsarmen synthetischen Kraftstoffen sammelt.

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Video vom 4. November 2020
In einem Hafen stehen Kräne. Im Vordergrund wird ein Container bewegt.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. November 2020, 13 Uhr