Güterzug reißt Gleisbett hinter dem Bremer Hauptbahnhof auf

  • 1,5 Kilometer Schienen in Bahnhofsnähe müssen erneuert werden
  • Der Schaden beträgt schätzungsweise eine Million Euro
  • Ursache war ein Radlager-Schaden an einem Waggon

In der Nacht zum Donnerstag ist im Bereich des Bremer Hauptbahnhofs ein Güterzug entgleist. Der Unfall passierte auf der sechsgleisigen Strecke in Höhe der Eisenbahnbrücke über die Sankt-Jürgen-Straße. Der Schaden ist beträchtlich.

Waggons reißen eineinhalb Kilometer Gleise auf

Wie die Bundespolizei erst am Donnerstagnachmittag meldete, wurden Schienen, Schotterbett und zwei Weichen beschädigt. Dieser Teil der Strecke muss komplett erneuert werden. Der Güterzug war auf dem Weg von Wilhelmshaven nach Minden und hatte Kohle geladen. Einer der Waggons hatte ein kaputtes Radlager, das den Unfall laut Bundespolizei auslöste. Kurz hinter dem Bremer Hauptbahnhof riss die beschädigte Achse ab und verkeilte sich unter dem nachfolgenden Waggon. Als der die Achse mitschleifte, wurden Gleise und Weichen unter dem Zug beschädigt. Der Zug wurde erst dann automatisch gebremst, weil auch die Bremsleitung gerissen war.

Es wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern, bis der Abschnitt wieder in Stand gesetzt ist. Laut Deutscher Bahn muss einer der beschädigten Weichen ausgetauscht werden. In dieser Zeit stehen nur fünf Gleise für die südliche Ein- und Ausfahrt am Hauptbahnhof zur Verfügung. Nach Angaben der Deutschen Bahn wirkt sich das aber nicht auf den Reiseverkehr aus. Den Schaden schätzt die Bundespolizei auf mehr als eine Million Euro.

Der restliche Zug wurde am Donnerstagnachmittag von der Unfallstelle entfernt. Die Reparaturarbeiten haben am Donnerstagabend bereits begonnen. Im Laufe des Freitags soll auch das Gleis 1 im Bremer Hauptbahnhof wieder befahrbar sein.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 30. November 2017, 17 Uhr