Brand in Westerstede: 27 Menschen aus Krankenhaus entlassen

  • Das Feuer brach in einer Lagerhalle für Düngemittel im Ammerland aus
  • Durch den Brand wurden giftige Dämpfe freigesetzt
  • Die Feuerwehrleute sowie vier Mitarbeiter der Firma atmeten die Dämpfe ein
Feuerwehrleute laufen vor einer brennenden Halle. Ein Feuerwehrauto steht im Hintergrund. Von einer Leiter wird Wasser auf die brennende Halle gespritzt.
Das Feuer war in der Lagerhalle einer Baumschule ausgebrochen. Mehr als 100 Feuerwehrleute löschten den Brand. Bild: Nonstop News

Alle 27 Personen, die wegen eines Feuers in einer Halle in Westerstede im Landkreis Ammerland ins Krankenhaus gekommen sind, konnten es wieder verlassen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Das Feuer war in einer Lagerhalle einer Baumschule ausgebrochen. In der Halle lagerte Dünger. Drei Anwohner meldeten das Feuer und begannen selbst mit dem Löschen, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Kliniken gebracht.

Die Feuerwehr war mit mehr als 100 Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten dauerten etwa drei Stunden. Erste Schätzungen gehen von einem Schaden von rund 400.000 Euro aus. 20 Feuerwehrleute sowie vier Mitarbeiter der Baumschule kamen ebenfalls vorsorglich ins Krankenhaus, weil sie giftige Dämpfe eingeatmet hatten.

Photovoltaik-Anlage auf dem Hallendach erschwerte die Löscharbeiten

Das Feuer brach in der Nacht zu Freitag gegen 1 Uhr in der etwa 600 Quadratmeter großen Halle aus. Als die Feuerwehr eintraf, sah es zunächst nach einem gewöhnlichen Löscheinsatz aus. Doch plötzlich breitete sich eine übel riechende Rauchwolke aus. Grund waren die chemischen Düngemittel, die in der Halle lagerten.

Durch das Feuer wurden giftige Stoffe freigesetzt, sogenannte Nitrosegase. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst. Die Einsatzleitung ordnete Atemschutz an. Die Löscharbeiten wurden auch dadurch erschwert, dass auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage angebracht war. Die Brandursache ist noch unklar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 13. Juli 2018, 6 Uhr