1.000 Hafenarbeiter-Jobs in Bremen und Bremerhaven offenbar gerettet

  • Von 1.300 Jobs sollen 1.000 erhalten bleiben
  • 200 Beschäftigte sollen von anderen Betrieben übernommen werden
  • Standort in Bremen wird geschlossen
Männer in orangefarbenen Jacken halten Plakate hoch.
Rnd 140 Stellen beim Gesamthafenbetriebsverein weg, 200 Beschäftigte sollen woanders angestellt werden. Bild: Radio Bremen | Dirk Bliedtner

Der insolvente Gesamthafenbetriebsverein (GHB) – der offizielle Personaldienstleister der Hafenunternehmen in Bremerhaven und Bremen – ist offenbar gerettet. Laut Gewerkschaft Verdi sollen von gut 1.300 Jobs 1.000 erhalten bleiben. Rund 140 fallen weg. Außerdem wollen andere Hafenbetriebe wie BLG oder NTB  weitere rund 200 GHB-Beschäftigte fest anstellen.

Die Verhandlungen über ein Sanierungskonzept seien so gut wie abgeschlossen, so Verdi nach einem Bericht der Nordsee-Zeitung. Es sei ein Haustarif vereinbart worden. Man sei zuversichtlich, dass das Konzept jetzt aufgeht. Der Standort in der Stadt Bremen wird demnach aber geschlossen.

Betriebsrat will sich noch nicht äußern

Mehrere Anläufe für ein Rettungskonzept waren zuletzt gescheitert, auch weil der GHB-Betriebsrat diese unter anderem wegen neuer Tarife nicht  mittragen wollte. Der GHB verlor in den vergangenen Monaten bis zu 40 Prozent seiner Schichten. Die Hafenunternehmen hatten Mitarbeiter von mehreren neuen privaten Leiharbeitsfirmen eingesetzt – vor allem im Bereich des Autoumschlags. Laut Hafenunternehmen, weil er kurzfristig nicht genügend Personal zur Verfügung stellen konnte. 

Die Gewerkschaft ist Mitglied im Unternehmensverbund Bremische Häfen, der wiederum am GHB beteiligt. Der Betriebsrat soll erst am Montag informiert werden und will sich bislang nicht äußern.

Rückblick November: GHBV leitet Insolvenzverfahren ein

Video vom 4. November 2020
In einem Hafen stehen Kräne. Im Vordergrund wird ein Container bewegt.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 24. Februar 2021, 12 Uhr