Gericht entscheidet: Bremer Fitnessstudios und Bordelle bleiben dicht

  • Oberverwaltungsgericht lehnt Eilanträge gegen Corona-Verordnung ab
  • Die Schließung sei verhältnismäßig, so die Begründung
  • Bis 30. November bleiben die Betriebe in Folge des Teil-Lockdowns geschlossen
Ein leeres Fitnessstudio mit abgeklebten Hometrainern.
Fitnessstudios in Bremen müssen vorerst bis Ende November geschlossen bleiben. (Symbolbild) Bild: DPA | Andreas Gora

Fitnessstudios und Bordelle müssen in Bremen weiterhin geschlossen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht der Freien Hansestadt lehnte zwei entsprechende Eilanträge gegen die seit einer Woche geltende Corona-Verordnung zum Teil-Lockdown bis 30. November ab. Die Schließung von Fitnessstudios und Prostitutionsstätten sei rechtmäßig und insbesondere verhältnismäßig, hieß es am Montag in einer Pressemitteilung des OVG zur Begründung. Mit der Schließung werde der legitime Zweck verfolgt, "die exponentiell angestiegene Ausbreitungsgeschwindigkeit der Krankheit Covid-19 zu verringern und damit Leib und Leben jedes Einzelnen wie auch der Bevölkerung insgesamt sowie die Funktionsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitssystems zu schützen".

Das Gericht folgte der Argumentation der Antragstellerinnen nicht, wonach weder Fitnessstudios noch Bordelle Treiber der Infektion seien. Die greife nicht, so das OVG. Mittlerweile könnten 75 bis 95 Prozent der Infektionen nicht mehr nachvollzogen werden.

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Video vom 2. November 2020
Mehrer Bänke und Tische sind mit einer Kette aneinandergebunden.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 9. November 2020, 16 Uhr