Tausende Diebstähle pro Jahr: So bekommen Sie Ihr Rad eher zurück

Bremen und Oldenburg sind für Radler attraktiv, und auch für Diebe. Tausende Räder werden jedes Jahr gestohlen – aber auch von der Polizei sichergestellt. Kaum einer holt sein Rad ab.

Ein maskierter Mann macht sich an einem mit einem Schloss gesicherten Fahrrad zu schaffen.
Neben einem guten Schloss kann auch eine Registrierung bei der Polizei gegen Diebstahl schützen. (Symbolbild) Bild: DPA | Bildagentur-online/Schoening
Wie viele Fahrräder werden geklaut?
In Oldenburg wurden im vergangenen Jahr laut Polizei mehr als 15.000 Fahrräder geklaut. Deshalb ist der Platz in der Asservatenkammer sogar schon eng geworden. Die Polizei bittet Fahrradbesitzer darum, ihr Rad abzuholen. In Bremen wurden 6.000 Fahrräder gestohlen, vor zehn Jahren waren es noch 1.000 mehr. Vergleichsweise wenige Fahrräder waren es in Bremerhaven: nämlich 600 – nur halb so viele wie im Vorjahr.
Was kann ich machen, wenn mein Fahrrad gestohlen wurde?
Ganz klar: als erstes das Fahrrad als gestohlen melden. Wenn die Polizei das Fahrrad findet, stellt sich dann die Frage, ob es registriert ist oder nicht. Falls ja, ist es für die Beamten sehr leicht, den rechtmäßigen Besitzer zu finden, weil der dann hinterlegt ist. Falls nein, kommt es darauf an, ob man zweifelsfrei nachweisen kann, beispielsweise mittels des Kaufbelegs, dass man der Besitzer des Rads ist. Dabei ist es auch wichtig, das Fahrrad sehr genau beschreiben zu können, weil die Polizei sehr viele Fahrräder sicherstellt. Wer bei der Polizei nach einem Fahrrad mit 'einem braunen Sattel' sucht, hat schlechte Karten.
Warum finden viele gestohlene Räder nicht zurück zu ihrem Besitzer?
Weil die Polizei häufig den Besitzer nicht findet. Wenn irgendwann klar ist, dass die Räder vorerst niemandem zuzuordnen sind, sucht das Fundamt noch einmal online nach dem Besitzer. Wenn dann immer noch keiner das Rad abholt, wird es letztlich versteigert.
Was muss ich beachten, wenn ich ein Fahrrad gebraucht kaufe?
Am besten lässt man sich die Rahmennummer geben. Mit der kann man von der Polizei prüfen lassen, ob das Rad geklaut ist. Die Polizei rät, von extremen Schnäppchen die Finder zu lassen. Wenn ein Rad, das 2.000 Euro wert ist, für viel viel weniger online angeboten wird, könnte ein Diebstahl dahinter stecken. Wer ein gestohlenes Fahrrad kauft, begeht eine Straftat und dem droht dann wegen Hehlerei eine Anzeige.

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Bild: DPA | Andrea Warnecke

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier beginnt, 10. September 2019, 8:10 Uhr