Nach mutmaßlichem Brandanschlag in Syke: Noch immer keine Spur

  • Polizei ermittelt weiter in alle Richtungen
  • Man gehe zahlreichen Hinweisen nach, so ein Polizeisprecher
  • Restaurant war vor einem Monat in Flammen aufgegangen
Feuerwehr löscht Brand
Am 13. Februar war das Restaurant in Syke in Flammen aufgegangen. Wegen der Schmierereien an den Wänden hatte sich auch der Staatsschutz eingeschaltet. Bild: Nonstopnews

Einen Monat nach dem mutmaßlich rassistisch motivierten Brandanschlag auf ein Restaurant in Syke haben die Ermittler noch keine heiße Spur. Die Polizei habe viele Zeugen befragt und gehe zahlreichen Hinweisen nach, sagte Thomas Gissing, Polizeisprecher im Landkreis Diepholz. "Die heiße Spur, die ist noch nicht da."

Das Restaurant eines Betreibers mit Migrationshintergrund war in den Morgenstunden des 13. Februar in Flammen aufgegangen. An das Gebäude waren zwei Hakenkreuze und die Parole "Ausländer raus" geschmiert worden. Die Polizei ging deshalb von Brandstiftung aus. Außerdem ermittelt der Staatsschutz. Trotzdem werde nicht nur ein rassistisches Motiv der Tat geprüft, sagte Gissing.

Wir ermitteln in alle Richtungen.

Thomas Gissing, Polizeisprecher Landkreis Diepholz

Bei dem Brandanschlag wurde niemand verletzt. Den Sachschaden an dem Gebäude bezifferten die Behörden auf etwa 150 000 Euro. Wegen der laufenden Ermittlungen bleibe das Restaurant weiter geschlossen, schrieb der Betreiber auf Facebook. Er bedankte sich für die Unterstützung in den vergangenen Wochen: "Es ist schön zu wissen, dass wir nicht alleine sind und Sie auch jetzt hinter uns stehen."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 16. März 2020, 23:30 Uhr