Corona-Erkrankung vorgetäuscht: Betrugsmasche mit falschen Ärzten

  • Polizei: Bisher elf Fälle in Bremen
  • Täter geben sich als Ärzte aus und verlangen Geld für Behandlung
  • 79-Jähriger erhielt am Mittwoch solch einen Anruf
Eine ältere Frau von hinten. Sie hält ein schnurloses Telefon in der Hand.
Wer einen Anruf von einem vermeintlichen Arzt bekommt, der Geld für die Corona-Behandlung eines Verwandten verlangt, sollte die Polizei verständigen. (Symbolbild) Bild: DPA | Eibner-Pressefoto

Die Bremer Polizei warnt vor einer neuen Variante des Enkeltricks: Am Mittwoch erhielt ein 79 Jahre alter Bremer einen Anruf. Der Anrufer gab sich als Professor einer Bremer Uniklinik aus – die es in Wahrheit natürlich nicht gibt. Der Anrufer sagte dem Mann, dass sein Sohn schwer an Corona erkrankt sei und im Krankenhaus liege.

Daraufhin soll der falsche Arzt nach Geld und Wertsachen im Haus gefragt haben, da die Behandlung des Sohnes teuer sei. Der 79-Jährige benachrichtigte daraufhin laut Polizei seine Schwester, die wiederum die Polizei alarmierte. Die Täter konnten bisher nicht ermittelt werden.

Bisher blieben alle derartigen Versuche in Bremen erfolglos

Die Bremer Polizei hat eigenen Angaben zufolge bisher elf solcher Fälle registriert. Allerdings seien sie alle im Versuchsstadium gescheitert.

Die Polizei rät Personen, die von angeblichen Ärzten telefonisch kontaktiert werden, bei Geldforderungen besonders misstrauisch zu sein. Betroffene sollten keine Angaben zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen machen. Vor allem aber sollte man niemals Geld an unbekannte Personen aushändigen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 19. Februar 2021, 11 Uhr