Erstmals giftige Eichenprozessionsspinner in Bremen aufgetaucht

Vielzahl an Eichprozessionsspinnern am Baum
Kontakt mit den Raupen kann zu allergischen Reaktionen führen (Symbolbild). Bild: Imago | Steffen Schellhorn
  • Nest der Insekten an Schule in Huchting entdeckt
  • Laut Gesundheitsamt der erste Fall in Bremen
  • Direkter Kontakt mit den Tieren kann zu allergischen Reaktionen führen

Auf dem Gelände der Oberschule "Roland zu Bremen" in Huchting ist ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt worden. Dem Gesundheitsamt zufolge ist dies der erste Fund der Insekten im Land Bremen. Der Bereich wurde am Vormittag abgesperrt und das Nest durch Schädlingsbekämpfer entfernt.

Trotzdem weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass sich Anwohner vorerst nicht an den befallenen Baum begeben und auch umliegende Wiesen meiden sollten. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners bilden sogenannte Brennhaare aus, die durch den Wind weitergetragen werden können. Der direkte Kontakt mit diesen Haaren kann zu allergischen Reaktionen wie mehrere Tage anhaltenden Juckreiz führen. Außerdem sind Atemwegsprobleme wie Bronchitis, Husten oder Asthma möglich.

Betroffene Hautstellen und Klamotten gründlich abwaschen

Bei Kontakt mit den Raupen, Nestern oder Haaren sollte an betroffenen Stellen nicht gekratzt werden, so das Gesundheitsressort. Außerdem sollten diese Hautstellen schnellstmöglich gründlich abgeduscht und beim Kontakt getragene Kleidungsstücke bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Bei allergischen Reaktionen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine Schmetterlingsart, die bereits in vielen anderen Bundesländern aufgetaucht ist. Ursprünglich stammen die Tiere aus der Mittelmeerregion, wegen des inzwischen trockeneren und wärmeren Klimas sind sie auch zunehmend in Deutschland verbreitet.

In Hamburg wurden zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mit Bioziden bereits zwischenzeitlich Autobahnen gesperrt, in Dortmund wurden ein Online-Portal und eine Hotline eingerichtet, über die Anwohner gefundene Nester melden können. Bremen galt als letztes Bundesland, in dem die Tiere noch nicht gefunden wurden – bis jetzt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 17. Juni 2021, 19:30 Uhr