Kurzarbeit bei Daimler: Auch das Bremer Werk ist betroffen

  • Die Maßnahme soll am 6. April starten
  • Grund sind die Folgen der Corona-Krise
  • Wie viele Bremer Mitarbeiter in Kurzarbeit müssen, soll sich bis Dienstag klären
Video vom 26. März 2020
Ein großer Mercedes-Stern des Daimler Werkes in Bremen, auf den die Sonne scheint.

Daimler schickt wegen den Folgen der Corona-Krise einen Großteil seiner Mitarbeiter in Kurzarbeit. Das gab der Autobauer am Donnerstag bekannt. Unternehmensleitung und Betriebsrat hätten sich darauf geeinigt, ab dem 6. April zunächst bis zum 17. April Kurzarbeit zu beantragen. Die genaue Zahl der betroffenen Mitarbeiter werde derzeit ermittelt, sagte eine Sprecherin. Bereits jetzt sei aber klar, dass ein Großteil der rund 170.000 Menschen, die in Deutschland für Daimler arbeiten, in Kurzarbeit gehen müsse.

Auch wie stark der Standort Bremen betroffen ist, steht laut Daimler noch nicht fest. Das Unternehmen teilte mit, dass das genaue Vorgehen "jetzt standortspezifisch in lokalen Betriebsvereinbarungen" gemeinsam mit den Betriebsräten geregelt werde.

Klarheit bis Dienstag

Der Betriebsratsvorsitzende im Bremer Mercedes Werk, Michael Peters, hofft auf Klarheit bis zum kommenden Dienstag. "Unsere Zielsetzung ist halt, das bis nächste Woche Dienstag, also Mitte der Woche, fertigzubekommen und dann informieren zu können", sagte er. Im Moment könne wahrscheinlich niemand genau sagen, wie es nach den zwei Wochen weitergehe. Man sei aber auf alles vorbereitet.

Daimler hatte bereits vergangene Woche die Produktion in Bremen gestoppt. Das Mercedes-Werk ist mit rund 12.000 Jobs der größte private Arbeitgeber des Bundeslandes.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2020, 19:30 Uhr