So bewerten Firmen im Nordwesten die Wirtschaftslage

  • Großteil der Mittelständler hat im vergangenen Jahr gut verdient
  • Vor allem Baufirmen haben viele Aufträge
  • Aber weniger Unternehmer rechnen mit steigenden Umsätzen
Ein Bauarbeiter arbeitet auf dem Dach eines Rohbaus
Vor allem Baufirmen im Nordwesten profitieren von einer guten Auftragslage Bild: DPA | Sven Simon

Kleinere und mittelgroße Firmen im Nordwesten Deutschlands haben im vergangenen Jahr gut verdient und bewerten die Wirtschaftslage entsprechend zuversichtlich. Das ergibt eine Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Die Zukunft sehen die Unternehmen allerdings nicht ganz so rosig.

Zwei von drei Mittelständlern in der Region bewerteten die aktuelle Lage in diesem Frühjahr als gut oder sehr gut. Das sind etwas weniger Firmen als im vergangenen Jahr. Trotz leichter Abschwächungen in der Konjunktur in allen Branchen bleibe die Geschäftslage auf einem hohen Niveau, heißt es in dem Bericht von Creditreform. Demnach profitieren vor allem Baufirmen von einer guten Auftragslage. Auch Dienstleistungsunternehmen nennen gestiegene Umsätze gegenüber dem Vorjahr.

Im Handel allerdings hakt es etwas. Die Erwartungen für die nächste Zeit sind nüchterner: Gingen im vergangenen Jahr noch knapp 40 Prozent aller Mittelständler im Nordwesten von steigenden Umsätzen aus, so sind es aktuell nur noch 35 Prozent. Was Jobs angeht, so ist die Situation im Großen und Ganzen unverändert: Fast 30 Prozent aller befragten Betriebe haben im vergangenen Jahr ihr Personal aufgestockt. Im Bau und Handel gab es aber nicht so viele neue Stellen. Ob das an einer zurückhaltenden Einstellungspraxis liegt oder am Fachkräftemangel, ist dem Bericht zufolge unklar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 20. Juni 2019, 16 Uhr