Infografik

Rückläufige Corona-Zahlen in Bremen sind kein Zeichen der Entspannung

Die Zahl der aktiven Infektionen und der Bremer Inzidenzwert gehen seit Tagen zurück. Doch das sind keine Folgen der aktuellen Corona-Maßnahmen. Die Gründe liegen woanders.

Viele Corona-Proben auf einem Tisch in einem Labor.
Einige Labore kommen momentan kaum nach mit der Bearbeitung der Corona-Tests. (Symbolbild) Bild: DPA | ROBINUTRECHT

Seit mehreren Tagen sinkt die Kurve der aktiven Infektionen und auch der Inzidenzwert für die Stadtgemeinde Bremen. Doch die Hoffnung, das sei der Effekt des seit etwa eine Woche geltenden Lockdown-Light, wird enttäuscht. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, gibt es andere Erklärungen für die sinkenden Zahlen der vergangenen Tage. Labore sind demnach überlastet, dadurch käme es im Land Bremen zu Verzögerungen bei der Auswertung von Tests. Da wirkt sich nun auch auf die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz aus.

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Die aktuellen Verzögerungen hätten vor allem zwei Gründe: Die Zahl der durchzuführenden Tests sei zuletzt stark gestiegen. Zudem gebe es Lieferengpässe bei gewissen Labor-Teilen, die für die Auswertung der Proben notwendig seien. Die Behörde stellt daher klar, dass die Fallzahlen in den vergangenen Tagen niedriger ausgefallen sein können. Eine Trendwende bei den Corona-Zahlen kann anhand der aktuellen Werte also nicht attestiert werden. Die aufgelaufenen Tests sollen nun sukzessive abgearbeitet werden.

So will Bremens Gesundheitssenatorin gegen Corona-Hotspots vorgehen

Video vom 7. November 2020
Junge Menschen gehen über einen Gehweg in Gröpelingen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. November 2020, 19:30 Uhr