Fan-Auflauf: Polizei hat gut zu tun, meldet aber keine großen Einsätze

  • Bis zu 500 Menschen hatten sich vor dem Weser-Stadion versammelt
  • Corona-Regeln wurden nicht immer eingehalten
  • Polizei musste bei Schlägereien eingreifen und ein Fußballspiel beenden
Polizisten laufen in einer Reihe zwischen Werder-Fans am Weser-Stadion entlang.-
Gut zu tun hatten die Einsatzkräfte – sie mussten immer wieder an das Einhalten der Abstandregeln erinnern. Bild: Gumzmedia | Rauch/gumzmedia/nordphoto

Obwohl sich nach Abpfiff des Werder-Heimspiels gegen den 1. FC Köln am Samstagnachmittag bis zu 500 Menschen vor dem Weser-Stadion versammelten, kam es nach Angaben der Polizei "zu keinerlei größeren Zwischenfällen." Zwar wies die Polizei mit Lautsprecher-Durchsagen oder direkten Ansprachen darauf hin, sich an die geltenden Corona-Verhaltensregeln zu halten. In der Regel verhielten sich die Angesprochenen jedoch einsichtig und kooperativ, meldete die Polizei. Auf Bildern und Videos ist hingegen zu sehen, dass viele der teilweise jubelnden und singenden Werder-Fans sich weder an Abstands-Regeln gehalten noch ihren Mund und ihre Nase bedeckt haben.

Im weiteren Verlauf des Abends trafen an der Sielwall-Kreuzung nach Polizeiangaben bis zu 350 Menschen zusammen. Mehrfach hätten die Beamten auf Verstöße gegen die Corona-Verhaltensregeln aufmerksam gemacht. Einige Angesprochene hätten sich jedoch nur bedingt einsichtig gezeigt und zum Teil mit aggressivem Verhalten reagiert. Wiederholt hätten die Einsatzkräfte bei Schlägereien eingreifen und auch ein Fußballspiel auf der Kreuzung verhindern müssen. Weiterhin erteilten die Ordnungskräfte wegen des Zündens einer Rauchbombe eine Anzeige. An der Schlachte wiederum schritt die Polizei wegen Lärmbelästigungen ein und sorgte wiederholt für das Einhalten der Abstände unter den Feiernden.

Werder hatte Köln mit 6:1 geschlagen, während gleichzeitig Fortuna Düsseldorf als direkter Rivale im Kampf um den Relegationsplatz mit 0:3 gegen Union Berlin verlor. Damit bekommen die Bremer die Chance, den drohenden Abstieg aus der 1. Bundesliga doch noch mit einem Erfolg gegen den Dritten der 2. Liga abzuwenden.

Werder gegen Köln: So war die Situation vor dem Weser-Stadion

Video vom 27. Juni 2020
Reporter Niko Schleicher, der vor dem Weserstadion eine Schalte hält.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 28. Juni 2020, 19:30 Uhr