Fleischhersteller Könecke will 200 Mitarbeiter auf Coronavirus testen

  • Bisher keine Infektionsfälle bekannt
  • Ab Dienstag sollen stichprobenartig Tests gemacht werden
  • Könecke gehört zur in der Kritik stehenden Gruppe Tönnies
Fahnen der Tönnies-Gruppe, darunter auch Könecke
Bild: DPA | Friso Gentsch

In der Fleischwarenfabrik Könecke in Delmenhorst sollen ab Dienstag stichprobenartig Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet werden. Bislang seien keine Infektionsfälle bei Könecke bekannt, so ein Sprecher des Betriebs. Am Standort könne man aktuell uneingeschränkt arbeiten. Trotzdem sollen nun 200 Mitarbeiter getestet werden.

Auch die Gewerkschaft "Nahrung-Genuss-Gaststätten" und der Betriebsrat bestätigen, dass es Tests geben wird: Pavillons dafür stünden auf dem Könecke-Gelände bereits bereit, so ein Gewerkschaftssprecher. Mit hohen Infektionszahlen rechne man bislang nicht: Die Mitarbeiter würden in den Pausenräumen ausreichend Abstand halten und zeitversetzt Pause machen, so die Gewerkschaft. Über chaotische Massenunterkünfte vor Ort ist der Gewerkschaft nichts bekannt.

Rund 850 Menschen arbeiten für Könecke in Delmenhorst – mit Leiharbeitern, schätzt die Gewerkschaft, seien es insgesamt 1.300. Könecke gehört zu der in der Kritik stehenden Unternehmensgruppe Tönnies. Nach einem Ausbruch in einem Schlachthof der Firma in Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen wurden mehr als 1.550 Mitarbeiter positiv getestet.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Juni 2020, 18 Uhr