Das ist bisher über die Corona-Ausbrüche in Bremerhaven bekannt

  • 25 Bewohner und Mitarbeiter eines Wohnheims haben sich angesteckt
  • Zwei Bewohner liegen im Krankenhaus
  • Im Klinikum Reinkenheide gab es ebenfalls einen Corona-Ausbruch
Blick auf ein helles Gebäude mit rotem Dach.
Bewohner, Mitarbeiter und eine Familienangehörige dieses Bremerhavener Wohnheims wurden positiv getestet. Bild: Radio Bremen

In einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen in Bremerhaven hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 25 Menschen, die in Verbindung zu den Albert-Schweizer-Wohnstätten stehen, wurden positiv auf das Virus getestet. Von 24 Bewohnerinnen und Bewohnern seien 16 positiv getestet worden, teilte der Krisenstab der Stadt mit. Außerdem wurde das Virus bei acht Beschäftigten und einer Familienangehörigen festgestellt. Derzeit befinden sich zwei Bewohner aufgrund der Infektion im Krankenhaus. Der Zustand der beiden Personen ist nach Angaben der Stadt derzeit stabil. Weitere Umgebungsuntersuchungen laufen, so die Stadt weiter.

Untersucht werden unter anderem Familienangehörige, Fahrdienste, Werkstätten und Reinigungskräfte. Am 22. Januar sollen alle Bewohner und Beschäftigte, die ein negatives Testergebnis hatten, erneut untersucht werden. Mehrere Bewohner, die nicht infiziert waren, sind inzwischen gegen Corona geimpft worden.

Die ersten Fälle sind laut Stadt am 11. Januar aufgetreten. Die Albert-Schweizer-Wohnstätten hatten daraufhin das Gesundheitsamt eingeschaltet.

Die Einrichtung war durch einen bestehen Pandemieplan auf ein Ausbruchsgeschehen vorbereitet. So konnte bisher eine Ausbreitung der Infektion in andere Bereiche weitestgehend verhindert und trotz der enormen Herausforderung die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt werden.

Ronny Möckel, Leiter Krisenstab und Gesundheitsamt Bremerhaven, spricht während einer Pressekonferenz.
Ronny Möckel, Leiter des Bremerhavener Gesundheitsamtes und des Krisenstabes

Reinkenheide wertet nach Corona-Ausbruch weitere Tests aus

Am Wochenende hatte es zudem einen Corona-Ausbruch am Klinikum Reinkenheide gegeben. 13 Patienten wurden auf der Unfallchirurgie positiv getestet. Das Klinikum wertet nach eigenen Angaben noch Tests von 50 Patienten aus. Rund 70 Prozent davon seien bislang negativ. Für die Station wurde ein Aufnahmestopp verhängt. Die Notfallversorgung sei aber gesichert, sagte ein Kliniksprecher. Man gehe bislang nicht davon aus, dass sich das Virus auf andere Stationen ausgebreitet habe.

Rückblick: Impfstoffmangel in Bremen bringt Pläne durcheinander

Video vom 15. Januar 2021
Eine Hand im blauen Ärztehandschuh hält eine Impfnadel.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Nachmittag, 18. Januar 2021, 17 Uhr