Polizei schnappt mutmaßliche Betreiber von großer Cannabis-Plantage

  • Polizei durchsucht Wohnungen und Geschäfte in Bremen und Niedersachsen
  • Verdächtige sollen Cannabis-Plantage mit 10.000 Pflanzen betrieben haben
  • Einsatzkräfte stellen Beweismittel und Vermögenswerte sicher
In einer von der Polizei aufgedeckten Haschplantage werden von einem Beamten Beweise gesichert.

Nachdem die Polizei im vergangenen November eine enorme Cannabis-Plantage mit mehr als 10.000 Pflanzen in Bremen-Sebaldsbrück ausgehoben hatte, sind ihr jetzt die Betreiber ins Netz gegangen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen durchsuchten am Dienstagmorgen rund 100 Einsatzkräfte, darunter Spezialeinheiten, acht Wohnungen und Geschäfte in Bremen und Niedersachsen. Dabei wurden der Polizei zufolge Beweismittel sowie Vermögenswerte in Höhe von rund 1,1 Million Euro gesichert.

Nach dem Fund der Drogenplantage hatte die Polizei eine elfköpfige Tätergruppe ermittelt, die nach dem aktuellen Stand alleine in dem Bunker in Sebaldsbrück eine Cannabis-Indooranlage zur Aufzucht von etwa 13.000 Cannabispflanzen betrieben haben soll. Eine weitere Plantage wurde Anfang April in Bremen-Nord mit etwa 3.800 Cannabispflanzen sichergestellt.

Bei den Durchsuchungen am Dienstag konnten nun bei sieben Beschuldigten im Alter von 25 bis 60 Jahren Beweismittel gesichert werden. Darunter befanden sich der Polizei zufolge scharfe  Munition, kiloweise Rauschgift (unter anderem Kokain, Ecstasy und Amphetamine), Unterlagen, Datenträger, Handys und Computer. Außerdem wurden hochwertige Fahrzeuge, insgesamt rund 11.000 Euro Bargeld und teure Armbanduhren beschlagnahmt. Desweiteren wurden acht Bankkonten gepfändet und in sechs Immobilien Sicherungshypotheken eingetragen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 18. Juni 2019, Der Tag, 23:30 Uhr