Bund gibt Geld für Nachbau der "Seute Deern" in Bremerhaven frei

  • 46 Millionen stehen für den Nachbau zur Verfügung
  • Geplant ist ein Frachtschiff aus Stahl
  • Ein originalgetreuer Nachbau ist zu teuer
Eine Animation zeigt ein Segelschiff in einem Hafenbecken.
So könnte der Nachbau aussehen. Er soll vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven stehen. Bild: judel/vrolijk

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Millionenförderung für den Bau des Nachfolgeschiffs der abgebrannten "Seute Deern" freigegeben. Es geht um geplante 46 Millionen Euro für ein neues Schiff aus Stahl vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum. Geplant ist der Nachbau eines Frachtsegelschiffes.

"Mit der Zusage haben wir jetzt freie Bahn für die Detailplanung", freut sich der Koordinator für das Museumsprojekt, Uwe Beckmeyer. Es gehe um die Sicherung des maritimen Erbe Deutschlands, betonte er. Das weitere Vorgehen wird mit dem Bundesministerium für Kultur und Medien abgestimmt.

Der geplante Bau eines Stahlschiffes schlägt laut Gutachten mit rund 34 Millionen Euro zu Buche. Fahren könnte das Schiff allerdings nicht. Stattdessen soll an Bord gezeigt werden, unter welchen Bedingungen damals Waren weltweit transportiert wurden – angereichert mit multimedialen Darstellungen. Erste Pläne, die "Seute Deern" originalgetreu aus Holz nachzubauen, waren wegen zu hoher Kosten verworfen worden. Denn das hätte rund 100 Millionen Euro gekostet.

Die "Seute Deern" war Ende August vergangenen Jahres im Alten Hafen in Bremerhaven auf den Grund des Hafenbeckens gesunken. Nur wenige Monate zuvor hatte es an Bord gebrannt. Das Schiff soll abgewrackt werden.

Rückblick: Was folgt in Bremerhaven für die "Seute Deern"?

Video vom 2. Oktober 2020
Die marode Seute Deern
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau am Nachmittag, 26. November 2020, 16 Uhr