Bremer CDU kritisiert Corona-Pläne der BSAG

  • BSAG bietet mehr Verbindungen an
  • Unternehmen setzt auch auf Flexibilität von Fahrgästen
  • CDU schlägt Einsatz von Reisebussen vor
Video vom 11. November 2020
Eine Straßenbahn an einer Haltestation und Fahrgäste die einsteigen in Bremen.
Bild: Radio Bremen

Die CDU hat den Winterfahrplan der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) kritisiert. Der sieht zwar unter verschärften Corona-Bedingungen mehr Verbindungen vor, setzt aber vor allem auch auf die Flexibilität von Fahrgästen. "Jetzt auf die Bildungsbehörde und die Arbeitgeber zu schimpfen, dass die Arbeitszeiten zu unflexibel sind, ist etwas zu billig", sagte Heiko Strohmann, verkehrspolitischer Sprecher der Bremer CDU-Fraktion, bei buten un binnen.

Seine Kritik richtete sich vor allem an Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne). Den Fahrplan zu entzerren wäre eine Möglichkeit gewesen, "den Bürgern das Gefühl zu geben: Wir kümmern uns um euch." BSAG und Verkehrsressort hätten sich aber viel zu spät gekümmert, kritisierte Strohmann. "Diese Notfallpläne hätte man schon im Sommer erarbeiten können."

BSAG prüft, ob Verbindungen ausreichen

Auf einigen Strecken hat die BSAG mehr Verbindungen geplant. "Jetzt prüfen wir, ob das ausreicht", sagte BSAG-Sprecher Jens Christian Meyer. Das geschehe zum Beispiel mit Fahrgastzählungen, Personal an Haltestellen sowie Rückmeldungen von Fahrerinnen, Fahrern und Fahrgästen. Die ersten Auswertungen seit dem Teil-Lockdown ergeben, dass Engpässe durchaus noch bestehen.

Außerdem appelliert die BSAG schon seit geraumer Zeit, dass Schul- und Arbeitzeiten versetzter angeboten werden, und sich so die Spitzen entlasten. "Wir versuchen transparent zu machen, welche Fahrzeuge zu welchen Zeiten weniger stark besetzt sind", sagt Meyer. Bisher hatten diese Appelle aber nicht den gewünschten Erfolg.

Bis dato können wir nicht wirklich ausmachen, dass diese von uns gewünschte Solidarität umgesetzt wird. Das ist leider so.

BSAG-Sprecher Jens Christian Meyer

Den Vorschlag der CDU, zu Stoßzeiten Reisebusse einzusetzen, behalte man sich vor, sagte Meyer. Es sei aber nur die letzte Möglichkeit, die "verantwortungsvoll" geprüft werden müsse. Zumal das Ansteckungsrisiko in einem Reisebus nicht mit dem in einem Linienbus vergleichbar sei.

Auch das Verkehrsressort hält den Einsatz von Bussen für denkbar, allerdings nur im Punkt zu Punkt-Verkehr. Kritik daran, wie die BSAG den Betrieb unter Corona-Bedingungen organisiert, hält das Ressort für unangebracht.

CDU übt Kritik an Corona-Strategie der BSAG

Video vom 11. November 2020
Der CDU Verkehrspolitischer Sprecher Heiko Strohmann als Gast im buten un binnen Studio.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. November 2020, 19:30 Uhr