Bremerhaven schließt wegen Corona vorsichtshalber 11 Sporthallen

  • Verwaltung will prüfen, ob Heizsysteme das Coronavirus verbreiten können
  • Anlagen sollen in Herbstferien genauer untersucht werden
  • Ob auch Bremen Hallen schließen wird, ist noch unklar
Ein Handball liegt in einer Ecke einer leeren Sporthalle.
Weil Aerosole durch Heizsysteme verteilt werden könnten, schließt und prüft die Stadt Bremerhaven mehrere Sporthallen. (Symbolbild) Bild: DPA | Weiss/Eibner-Pressefoto

Aus Infektionsschutzgründen schließt die Stadt Bremerhaven ab sofort vorläufig elf Sporthallen. Dort müssen die Heizanlagen darauf geprüft werden, ob sie das Coronavirus verbreiten können. Allerdings hat die Stadt bisher keine Hinweise, dass es bereits zu Ansteckungen gekommen ist. So genannte Umluftheizungen verteilen die Aerosole laut Experten im ganzen Raum und können so das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus erhöhen. Die Bremerhavener Stadtverwaltung hat deshalb entschieden, entsprechend ausgerüstete Sporthallen zunächst zu schließen, sagte ein Sprecher. Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Ein Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Bremerhaven sagte, die Untersuchung sei längst überfällig. Man habe es schon mehrfach angemahnt. In den Herbstferien sollen die Anlagen ab nächster Woche genauer untersucht werden. Dabei geht es vor allem darum, ob es eine Frischluftzufuhr gibt oder Anlagen umgerüstet werden können. Anschließend soll geklärt werden, welche Sporthallen möglicherweise dauerhaft geschlossen werden müssen. Nach Informationen von buten un binnen hat der Landesbetrieb Performa Nord eine entsprechende Empfehlung herausgegeben, die Hallen zu überprüfen. Wie die Stadt Bremen reagiert, ist noch unklar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 6. Oktober 2020, 21 Uhr