H&M schließt Geschäft in der Bremer Innenstadt

  • Filiale in der Sögestraße macht dicht
  • 30 Beschäftigte betroffen
  • Verdi fordert mehr Schutz von Angestellten
Die Buchstaben H und M an einem Haus
In der Filiale an der Sögestraße arbeiten knapp 30 Menschen. Bild: Radio Bremen

Die Modekette H&M schließt eine von zwei Filialen in der Bremer Innenstadt. Bis Ende Oktober soll das Geschäft in der Sögestraße komplett dicht machen. Das bestätigt H&M auf Nachfrage von buten un binnen. Das Mode-Unternehmen habe sich demnach mit dem Vermieter nicht auf eine für beide Seiten akzeptable Miethöhe einigen können.

Trotz langer Verhandlungen ist es uns leider nicht gelungen, eine Miete zu verhandeln, die in einem gesunden Verhältnis zu unserem Umsatz in unserem Geschäft in der Bremer Sögestraße steht.

Jennifer Kaz, Pressesprecherin H&M

Trotz langer Verhandlungen sei es nicht gelungen, "eine Miete zu verhandeln, die in einem gesunden Verhältnis zu unserem Umsatz in unserem Geschäft in der Bremer Sögestraße steht".

Tatsächlich möchte das Unternehmen in diesem Jahr weltweit 250 Filialen schließen. Der Einzelhandel befinde sich in einem tiefgreifenden Wandel, den die Corona-Pandemie noch beschleunigt habe, heißt es in einer früheren Pressemitteilung. Von der Schließung in Bremen sind knapp 30 Beschäftigte betroffen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Schutz der Beschäftigten. Denn einen Sozialplan wolle H&M umgehen. "H&M hat ein sogenanntes Freiwilligenprogramm und sucht sich die Leute aus, von denen man sich trennen will und bietet denen Aufhebungsverträge an", sagt Sandra Schmidt von Verdi. "Verwerflich ist, dass es dabei nach Nase geht." Die Schließung des Geschäfts in Bremerhaven ist laut H&M Deutschland zum aktuellen Zeitpunkt nicht geplant.

Gibt die Corona-Krise dem Einzelhandel in der Bremer City den Rest?

Video vom 1. November 2020
Wirtschaftswissenschaftler Christoph Burmann zu Gast im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Januar 2021, 19:30 Uhr