Schnee und Glatteisgefahr: Frostperiode in Bremen hält nur noch kurz

  • Schnee und Eis bleibt nur bis Dienstag in Bremen
  • Umweltressort warnt davor, Eisflächen zu betreten – sie seien zu dünn
  • Ab Dienstagnachmittag besteht Glatteisgefahr in Bremen
Video vom 1. Februar 2021
Mehrere Kinder die auf einem Schneeberg auf Schlitten sitzen.
Bild: Radio Bremen

"Am Dienstag im Laufe des Nachmittags und Abends kann es nochmal Schnee geben", schürt eine Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst (DWD) die Hoffnung auf eine Fortsetzung des Bremer Winterwonderlands. Doch die weißen Schneeflocken werden sich laut aktueller Wetterprognose bis zum Dienstagabend wohl in Regentropfen verwandeln. Die Folge: spiegelglatte Straßen und Blitz-Eis.

Bremer sollten auf dem Nach-Hause-Weg vorsichtig sein

Auto-, Radfahrer und Fußgänger sollten ab Dienstagnachmittag lieber vorsichtig sein. In der Nacht auf Mittwoch bleibe der Regen, auch der Boden taue auf, so die Meteorologin. Eis und Schnee werden dann wohl Geschichte sein.

Mit 35 Fahrzeugen war die Bremer Stadtreinigung am Wochenende unterwegs, um die Hauptverkehrsstraßen zu räumen und zu streuen. Dabei gab es laut Straßenreinigung keine Probleme: Zwar dauerte es etwas, bis das Salz verteilt war und das Eis tauen konnte, aber das sei normal, so Pressesprecher Torben Kapp von der Bremer Stadtreinigung. Trotz teilweise glatter Straßen, meldet die Polizei kein außergewöhnliches Unfallaufkommen im Berufsverkehr.

Bremer Semkenfahrt fällt aus

Das Eisfeld im Blockland bleibt wegen der aktuellen Corona-Regeln dieses Jahr geschlossen. Zwar gibt es dort gefrorenes Eis, dieses kann aber nicht genutzt werden. Der Bremer Eisverein hofft auf das Verständnis aller begeisterter Eisläufer, dass es dieses Jahr keine Schlittschuhfahrt auf der Semkenfahrt geben könne.

Unter der Telefonnummer der Umweltbehörde, die normalerweise über die Dicke der Eisflächen in Bremen informiert, wird ausdrücklich vor dem Betreten jeglicher Eisflächen in Bremen und umzu gewarnt. Es drohe akute Lebensgefahr. Auch wenn Werdersee und Co. gefroren scheinen, sei das Eis zu dünn, um Menschen zu tragen. Das merkte am Montag auch ein Hund, der auf den nur leicht zugefrorenen Werdersee gelaufen war. Feuerwehrleute mussten den Vierbeiner mit einen Spezial-Schlauchboot retten.

Laut Wetterdienst bleibt die Frostperiode in Bremen zu kurz, um an dieser Situation etwas zu ändern.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. Februar 2021, 19.30 Uhr