Mehr Licht: Neue Lampen sollen für Sicherheit am Bahnhof sorgen

  • 52 LED-Lampen sorgen für mehr Helligkeit
  • Polizei kann die Laternen fernsteuern
  • Lichtkünstler war am Konzept beteiligt
Der Platz vor dem Bremer Hauptbahnhof bei Dämmerung.
Vor dem Bremer Bahnhof gab es bisher einige dunkle Ecken. Damit soll nun durch neue Laternen Schluss sein. Bild: DPA | Ingo Wagner

Am Bremer Hauptbahnhof ist am Montagabend eine neue Lichtanlage in Betrieb genommen worden. Insgesamt 52 neue LED-Lampen sollen das Gelände zwischen dem Überseemuseum und dem Postamt 5 sicherer machen. Dafür wurden allerdings keine zusätzlichen Masten aufgestellt. Die alten Laternen wurden vielmehr auf den neuesten technischen Stand gebracht. Bei dem Konzept haben die Stadtwerke mit der Bremer Polizei zusammengearbeitet. Diese soll die Laternen von ihrer neu eingerichteten Videozentrale fernsteuern. Bei Bedarf können die Beamten das Licht auf die 2,5-fache Stärke hochfahren.

"Das primäre Ziel der Lampen ist höhere Sicherheit, da die Polizei gezielt dunkle Ecken anstrahlen und das Licht wie benötigt dimmen kann", sagt Christoph Brinkmann von den SWB. Gleichzeitig gehe es aber auch um eine bessere Lichtgestaltung. "Bisher herrscht vor dem Bahnhof ein Beleuchtungs-Einerlei. Das soll geändert werden, und wir wollen Korridore, in denen sich besonders viele Menschen bewegen, gezielt nuancieren und stärker anstrahlen", so Brinkmann. Mitgewirkt an dem Lichtkonzept hat der Hamburger Lichtkünstler Michael Batz. Er hatte bereits zur Fußball-WM 2006 den Berliner Reichstag ins rechte Licht gerückt sowie das Schloss Bellevue. Später folgten die Hamburger Elbphilharmonie und das Kölner Rheinufer.

Das Projekt kostet die Stadtwerke etwa 250.000 Euro. Darin eingerechnet ist aber auch ein Konzept für die neue Beleuchtung des Gustav-Deetjen-Tunnels neben dem Bahnhof. Dieser soll im kommenden Jahr mit komplett neuen Lampen ausgestattet werden, um angenehmer und sicherer zu wirken. Auch die Discomeile soll neu beleuchtet werden.

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  • Yannick Lemke

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 5. November 2018, 19:30 Uhr