Staatsschutz ermittelt nach Brandanschlag auf Delmenhorster Rathaus

  • 30-Jähriger soll Molotow-Cocktails durch Fenster ins Rathaus geworfen haben
  • Motiv soll sein Ärger über die Corona-Regeln gewesen sein
  • 50.000 Euro Schaden an der Touristen-Info entstanden
Video vom 24. März 2021
Ein Fahrzeug der Feuerwehr vor dem Rathaus in Delmenhorst.
Bild: Radio Bremen

Am Delmenhorster Rathaus hat es in der Nacht zu Mittwoch einen Brandanschlag gegeben. Ein Fenster des Rathauses wurde eingeworfen und mehrere als Molotow-Cocktails präparierte Glasflaschen haben ein Feuer ausgelöst, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Ein 30-jähriger Mann wurde festgenommen. Am Abend ordnete das Amtsgericht Delmenhorst Untersuchungshaft an.

Der Verdächtige hat die Tat gestanden, teilte die Polizei mit. Als Motiv habe er "Unzufriedenheit über die Corona-Regelungen" genannt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei sei der Mann strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten. Jedoch werden seitens der Stadt Delmenhorst diverse Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den 30-Jährigen geführt, da er gegen die Corona-Verordnung verstoßen hatte, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Zeugen hielten den Mann auf

Passanten hatten den Mann aus Delmenhorst dabei beobachtet, wie er das Fenster zerstörte und die Glasflaschen hineinwarf, sagte die Polizei. Drei Zeugen hielten den Angaben der Polizei zufolge den Mann bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte fest.

Das Feuer wurde rasch gelöscht, nur ein Raum wurde beschädigt. Dabei entstand ein Schaden in der Touristen-Info in Höhe von etwa 50.000 Euro. Das Rathaus sei in seiner Funktion aber "intakt", so die Polizei.

Gegen Tatverdächtigen wird ermittelt

Neben den Brandexperten der Polizei ermittelt auch der für politische Kriminalität zuständige Staatsschutz. Weitere Motive werden nun geprüft.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 24. März 2021, 7 Uhr