Verspätete Züge nach Brandanschlägen an Bahngleisen

  • 13 mutmaßliche Anschläge in Deutschland
  • In Bremen Güterverkehrszentrum betroffen
  • Linksextremisten verdächtigt
Hinweistafel der Bahn: Bahn fährt seltener wegen Kabelbrands.
Deutschlandweit kam es zu Verzögerungen im Bahnverkehr. Bild: DPA | Paul Zinken

Brandanschläge an Gleisen der Deutschen Bahn sorgen bundesweit für Beeinträchtigungen im Zugverkehr. In Bremen brannte es am Güterverkehrszentrum. Die Polizei geht von politisch motivierten Taten aus. "Es hat neben den Gleisen gebrannt", sagte Polizeisprecherin Franka Haedke. Ob es einen Zusammenhang zu den anderen Vorfällen gebe, müssten nun Ermittler prüfen.

Anti-G20-Aktivisten haben sich zu der Tat bekannt. Die Polizei hatte schon vorher einen Zusammenhang mit dem Gipfel vermutet, der in drei Wochen in Hamburg stattfindet. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz hat die Ermittlungen bereits aufgenommen. Linksextremisten hatten im Vorfeld wiederholt Aktionen und Anschläge angekündigt.

Insgesamt gab es 13 mutmaßliche Anschläge in mehreren Bundesländern. Unbekannte setzten Kabel entlang der Gleise in Brand. Vor allem Züge rund um Berlin, Hamburg, Leipzig und im Ruhrgebiet kamen zum Teil zu spät oder fielen aus.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten von Radio Bremen, 19. Juni 2017, 14 Uhr.