Brand im Polizei-Revier: Bremer Ermittlungsgruppe reaktiviert

  • Staatsschutz gründete die Ermittlungsgruppe 2019
  • Laut Polizei gab es Häufung von Brandstiftung mit linkspolitischem Hintergrund
  • Bekennerschreiben wird noch auf Echtheit überprüft
Durch ein Feuer beschädigte der Polizeiwache im Ostertor
Die Tür des Polizeireviers Steintor brannte in der Nacht zu Dienstag. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Der Staatsschutz der Bremer Polizei hat die Ermittlungsgruppe "EG Feuer" wieder ins Leben gerufen. Der Grund ist das Feuer auf dem Gelände des Polizeireviers Steintor. Dort hatte in der Nacht zu Dienstag die Tür der Polizeiwache gebrannt. Mittlerweile geht die Polizei in dem Fall von Brandstiftung aus.

Die Ermittlungsgruppe war bereits im vergangenen Jahr gegründet worden. Damals hatte es eine Häufung von Brandstiftungen gegeben, die vermutlich einen linkspolitischen Hintergrund hatten, teilte die Polizei Bremen mit. Die Gruppe arbeitete unter anderem mit dem Bundeskriminalamt zusammen.

Polizei prüft, ob Reviere besser gesichert werden müssen

Ein Bekennerschreiben tauchte nach dem Brand am Steintor-Revier auf. Unbekannte veröffentlichten das Schreiben im Internet auf der Plattform Indymedia. Sie gaben an, es handele sich um eine Solidaritätsaktion mit der Internetplattform Linksunten Indymedia. Linksunten Indymedia wurde 2017 verboten. Am Mittwoch bestätigte das Bundesverwaltungsgericht diese Entscheidung.

Das Schreiben werde derzeit noch auf Echtheit geprüft, teilte die Polizei mit. Ein linksextremistischer Hintergrund der Tat könne aufgrund des Inhalts sowie der Plattform der Veröffentlichung jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Ein Angriff auf die Polizei ist auch immer ein Angriff auf die Demokratie.

Bremens Polizeipräsident Lutz Müller

Aktuell ist eine mobile Wache am Steintor eingerichtet. Den Angaben der Polizei zufolge werde aktuell geprüft, ob die Reviere nach dem Brand besser gesichert werden müssen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. Januar 2020, 10 Uhr