Autoverkehr in der Bremer City bricht wegen Bombensprengung zusammen

Autoverkehr in der Bremer City bricht wegen Bombensprengung zusammen

Video vom 20. Oktober 2021
Zwei Luftkissen liegen in einer großen ausgehobenen Grube mit Erde.
Bild: Polizei Bremen
Bild: Polizei Bremen
  • Weltkriegsbombe in der Neustadt wird gesprengt
  • Mehrere Straßen sind gesperrt
  • Alle Hauptstraßen beidseitig der Weser sind mit Autos verstopft

Wegen der Sprengung einer Weltkriegsbombe in Bremen am Neustadtsgüterbahnhof ist der Autoverkehr in der Innenstadt am frühen Nachmittag zusammengebrochen. Alle Hauptstraßen beidseitig der Weser im Bereich der Stephanibrücke sind mit Lastern und Personenautos verstopft.

Die Polizei hatte Staus vorhergesagt, weil sowohl die B75 über die Weser als auch die Stadtautobahn 281 in der Neustadt wegen der Sprengung gesperrt sind.

Polizei: Sprengung wird nun eingeleitet

Laut Polizei sei die Sprengung nun für etwa 15:30 Uhr veranschlagt. Eigentlich hätte die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe schon gegen frühen Nachmittag kontrolliert detoniert sein sollen. Da aber nicht alle Menschen sofort die Evakuierungszone von 500 Metern rund um den Fundort verlassen hätten, sei es zu Verzögerungen gekommen. Zudem mussten laut Polizei mehrere Personen auf Liegen aus dem Gebiet transportiert werden.

Spezialisten hatten die Bombe mit 100 Tonnen Sand und 40.000 Litern Wasser abgedeckt, um die Druckwelle bei der Explosion so klein wie möglich zu halten.

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Betroffen von der Sprengung sind die Bahnstrecken zwischen Bremen und Oldenburg, die Oldenburger Straße (B 75) und die A 281.

Der ganz klare Tipp: Umfahren Sie den Bereich weiträumig, die Neustadt, die Innenstadt. Es wird heute zu starken Verkehrsbehinderungen kommen.

Nils Matthiesen, Sprecher Polizei Bremen

Auch bei den Bremer Straßenbahnen kommt es durch die Sperrungen zu Verzögerungen. Zum einen fahren die Straßenbahnlinien 1, 8, 24, 26 und 27 laut einem BSAG-Sprecher Umleitungen. Die Linie 63 fahre gar nicht. Zum anderen würden viele Fahrer und Fahrerinnen selbst ebenfalls in der Stadt im Stau stecken und könnten ihre Schicht nicht rechtzeitig antreten.

Anweisungen für Menschen in der Umgebung

Im Umkreis von 500 Metern wird evakuiert. Dazu sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen: "Helfen Sie mit, verlassen Sie Ihre Häuser, Sie können zur Schule am Leibnizplatz gehen als Aufenthaltsort."

Innerhalb von 1.000 Metern wird luftschutzmäßiges Verhalten gefordert. Das bedeutet: Während der Sprengung dürfen sich Menschen im Gebäude aufhalten, aber in Räumen, die vom Fundort abgewandt liegen. Außerdem sollen die Menschen nicht in der Nähe von Fenstern aufhalten, die Fenster sollen gekippt werden.

Grafik zeigt den Radius der Evakuierungsmaßnahmen für die Bombenentschärfung in der Neustadt
Im Umkreis von 500 Metern um den Fundort herum wurde evakuiert. Bild: Polizei Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Oktober 2021, 11 Uhr