Das ist die entschärfte Bombe aus Delmenhorst

  • Sprengkörper von mindestens zehn Zentnern mit zwei Zündern
  • Sogar am Flughafen in Bremen gab es Verspätungen
  • Betroffene Bürger sind zurück in ihren Wohnungen und Häusern
Eine 10 Zentner Bombe, die in Delmenhorst entschärft wurde.

Im Osten von Delmenhorst ist am Mittag eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft worden. Es handelte sich um einen Sprengkörper von mindestens zehn Zentnern mit zwei Zündern. Diese mussten abgetrennt und kontrolliert gesprengt werden. Der eigentliche Bombenkörper wurde dann später abtransportiert und an anderer Stelle unschädlich gemacht.

Nach Einschätzung des Sprengmeisters wären bei einer Detonation die Splitter 1000 Meter weit geflogen. Wenn du so ein Ding abkriegst, bist du tot. Der Sprengmeister hat den Evakuierungsbereich also genau richtig angesetzt.

Axel Jahnz, Oberbürgermeister von Delmenhorst
Bombenentschärfung in Delmenhorst
Die Arbeit ist geschafft: Jetzt sorgt die Bombe nicht mehr für Verzögerungen und Staus.

Seit 12 Uhr war die Bahnstrecke zwischen Delmenhorst und Bremen gesperrt. Auch der Luftraum über Delmenhorst war während der Entschärfung gesperrt. Am Flughafen Bremen kam es deshalb zu Verspätungen und Flugausfällen.

Etwa 5.000 Menschen mussten für die Entschärfung ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Sie durften ab Mittag zurück in ihre Häuser und Wohnungen.

Insgesamt sorgten rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen sowie 30 zivile Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Eingebunden waren rund 60 Einsatzfahrzeuge, darunter zehn Reisebusse für den Transport der Evakuierten, teilte die Stadt Delmenhorst mit.

Sprengmeister Hans Mohr bewertete die Vorbereitung seitens der Stadt und der Einsatzkräfte als sehr gut. Dem schloss sich Oberbürgermeister Axel Jahnz an. "Es ist alles ruhig und geordnet verlaufen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen Beteiligten. Das sind die Evakuierten und alle, die dazu beigetragen haben, dass wir heute so ein gutes Ergebnis haben. Damit meine ich die Hauptamtlichen und die Ehrenamtliche, sie dürfen nicht vergessen werden."

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Bremen Eins Nachrichten, 17. Mai 2018, 19 Uhr