Nach Hasskommentaren: Polizei durchsucht 3 Bremer Wohnungen

  • Deutschlandweit stehen 29 Beschuldigte im Fokus der Ermittler
  • Sie sollen strafbare Kommentare gepostet haben
  • Auch in Bremen waren die Polizisten aktiv
Computertasten mit der Aufschrift Hass, ein Radiergummi mit einem Paragraphenzeichen liegt darauf.
Das Bundeskriminalamt will gegen strafbare Internetkommentare vorgehen. Bild: DPA | Christian Ohde

Am Donnerstagmorgen sind Ermittler in ganz Deutschland gegen mutmaßliche Hasskommentatoren vorgegangen. Auch in Bremen wurden drei Wohnungen durchsucht und Verdächtige vernommen. Durchsuchungen gab es außerdem in neun weiteren Bundesländern, unter anderen Berlin, Bayern und Thüringen. Die Aktion richtete sich gegen insgesamt 29 Beschuldigte, denen vorgeworfen wird, strafbare Hasskommentare im Internet gepostet zu haben.

Laut Bundeskriminalamt, das die Aktion koordinierte, soll die Aktion unterstreichen, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist. "Das schnelle Löschen von Hasskommentaren im Internet, wie es das Anfang dieses Jahres in Kraft getretene Netzwerkdurchsetzungsgesetz vorsieht, ist genauso wichtig wie die strafrechtliche Verfolgung der Täter", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Das Bundeskriminalamt ruft alle Menschen dazu auf, die Bekämpfung von Hass im Netz zu unterstützen. Wer im Internet und in sozialen Netzwerken auf Hass, Hetze und verbale Gewalt stößt oder sogar Opfer solcher Taten wird, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 14. Juni 2018, 12 Uhr