BGH: Banken dürfen fürs Geldabheben am Schalter Gebühr nehmen

  • Banken dürfen fürs Geldabheben am Schalter Gebühren verlangen
  • Bundesgerichtshof hat am Dienstag entschieden
  • Bremer Verbraucherzentrale fordert kostenfreies Geldabheben
Auszahlung am Schalter einer Bank (Symbolbild)
Banken dürfen für das Geldabheben am Schalter eine Gebühr verlangen, hat der Bundesgerichtshof entschieden. Bild: Imago | Photothek

Banken dürfen für das Geldabheben am Schalter eine Gebühr verlangen. Das hat der Bundesgerichtshof am Dienstag entschieden. Demnach muss eine Bank auch keine bestimmte Anzahl von kostenlosen Ein- und Auszahlungen einräumen. Die Karlsruher Richter gaben damit einer Sparkasse in Bayern Recht, die für die Auszahlung von Bargeld am Schalter einen oder zwei Euro verlangt. Ob die Gebühr allerdings in dieser Höhe rechtmäßig ist, soll jetzt das Oberlandesgericht München prüfen.

Die Verbraucherzentrale Bremen sieht die Entscheidung aus Karlsruhe kritisch. "Wir bedauern, dass es für Barauszahlungen am Bankschalter keine Freiposten mehr geben muss. Drei bis vier Mal im Monat sollte Geldabheben vom eigenen Konto kostenfrei sein", meint Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen. Man begrüße dagegen, dass die Höhe des Entgeltes für eine belegbare Buchung noch richterlich überprüft werden soll.

Nimmt eine Bank eine Gebühr für das Abheben am Schalter, bleibt den Kunden in Zukunft also nur der Gang zum Geldautomaten, um kostenlos an Bargeld zu kommen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. Juni 2019, 13 Uhr